Während der Ethereum-Kurs aktuell in einer Seitwärtsbewegung verharrt, spielen sich im Hintergrund massive Verschiebungen ab. Ein einzelner Akteur kontrolliert mittlerweile über drei Prozent des gesamten Angebots und verknappt die verfügbaren Bestände drastisch. Gleichzeitig sorgen neue politische Signale aus Washington für konkrete Hoffnung im DeFi-Sektor, was die fundamentale Lage für die zweitgrößte Kryptowährung neu ordnen könnte.

Bitmine sorgt für Verknappung

Der entscheidende Treiber für die langfristige Perspektive ist derzeit weniger der tägliche Chart, sondern eine aggressive Akkumulationsstrategie von Bitmine Immersion Technologies. Das Unternehmen hat sich als größte Firmen-Treasury für Ethereum positioniert und hält mittlerweile rund 4,16 Millionen ETH – das entspricht etwa 3,45 Prozent des gesamten zirkulierenden Angebots.

Doch Bitmine kauft nicht nur, das Unternehmen nimmt die Coins auch vom Markt. Am 12. Januar 2026 kündigte der Konzern an, rund 1,256 Millionen ETH (Gegenwert ca. 3,9 Milliarden US-Dollar) in das Staking zu geben. Diese Maßnahme reduziert das frei handelbare Angebot erheblich. Da Bitmine das erklärte Ziel verfolgt, fünf Prozent aller existierenden Ether zu besitzen, könnte bei steigender Nachfrage ein klassischer Angebotsschock ("Supply Shock") entstehen, da immer weniger Stücke auf den freien Markt gelangen.

Untermauert wird dieses Szenario durch Daten von den Krypto-Börsen: Seit Wochenbeginn flossen netto über 100.000 ETH von den Handelsplätzen ab, was auf eine Rückkehr der Anleger zur langfristigen Aufbewahrung hindeutet.

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Rückenwind aus Washington

Neben der Verknappung auf der Angebotsseite gibt es regulatorische Fortschritte, die die Nachfrage stimulieren könnten. Der Vorsitzende des Bankenausschusses im US-Senat, Tim Scott, veröffentlichte einen geänderten Entwurf des "CLARITY Act".

Dieses Gesetzesvorhaben ist für Ethereum besonders relevant, da es klare Regeln für Stablecoins und den DeFi-Sektor schafft. Der Entwurf untersagt zwar passive Renditen für das reine Halten von Stablecoins, erlaubt aber explizit Belohnungen für aktive Teilnahme am Netzwerk – wie etwa Staking oder die Bereitstellung von Liquidität. Analysten werten dies als grünes Licht für institutionelle Investoren, die bisher aufgrund rechtlicher Unsicherheiten zögerten, tiefer in das Ethereum-Ökosystem einzusteigen.

Marktbereinigung und Kursziele

Trotz dieser fundamentalen Stärke zeigt sich der Kurs kurzfristig volatil. Der jüngste Rücksetzer diente jedoch vor allem einer Marktbereinigung: In den letzten 24 Stunden wurden Futures-Positionen im Wert von fast 40 Millionen US-Dollar liquidiert, wobei es überwiegend optimistische "Long"-Wetten traf. Solche Bewegungen "spülen" oft überhebelte Positionen aus dem Markt und schaffen eine gesündere Basis für künftige Anstiege.

Die britische Großbank Standard Chartered blickt indes optimistisch auf das Jahr 2026. Zwar senkten die Analysten ihr Kursziel für das Jahresende von 12.000 auf 7.500 US-Dollar, bekräftigten aber die langfristige Wachstumsthese. Mit US-Ethereum-ETFs, die mittlerweile fast 19 Milliarden US-Dollar verwalten, und der zunehmenden Nutzung der Blockchain für tokenisierte Geldmarktfonds (wie durch JPMorgan), hat sich ein stabiler institutioneller Boden gebildet. Die Kombination aus verknapptem Angebot durch Bitmine und regulatorischer Klarheit dürfte die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.

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