Ethereum erlebt derzeit den schlechtesten Jahresstart seiner Geschichte. Während der Kurs seit Januar massiv eingebrochen ist, sorgt ausgerechnet Mitgründer Vitalik Buterin für zusätzliche Unruhe bei den Anlegern. Statt in der Krise Vertrauen zu signalisieren, stößt er Coins im Millionenwert ab – und das mitten in einer Phase, in der die zweitgrößte Kryptowährung ihre ökonomische Identität sucht.

Buterin drückt auf den Verkaufsknopf

Die Stimmung am Markt ist angespannt, und die jüngsten Transaktionen von Vitalik Buterin gießen Öl ins Feuer. On-Chain-Daten belegen, dass der Ethereum-Mitgründer im Februar 2026 rund 8.800 Ether verkauft hat, was einem Gegenwert von etwa 16 Millionen US-Dollar entspricht. Allein am vergangenen Wochenende veräußerte er über die dezentrale Börse CoW Swap weitere Bestände.

Zwar hält Buterin nach wie vor ein beträchtliches Vermögen von über 220.000 ETH, doch die Signalwirkung der Verkäufe wiegt schwer. Der Mitgründer begründete diesen Schritt mit einer "milden Sparphase" der Ethereum Foundation und der Notwendigkeit, Entwicklungsprojekte zu finanzieren. Dennoch reagierte der Markt empfindlich: Bereits bei früheren Verkäufen Anfang des Monats gab der Kurs deutlich nach. Aktuell notiert Ethereum bei rund 1.856 US-Dollar und hat damit seit Jahresbeginn über 38 Prozent an Wert verloren.

Strukturelles Dilemma belastet

Neben den Insider-Verkäufen kämpft Ethereum mit einem fundamentalen Problem, das Forbes treffend als "Identitätskrise" bezeichnet. Die Strategie, Transaktionen auf sogenannte Layer-2-Netzwerke auszulagern, ist technisch ein Erfolg, entwickelt sich ökonomisch jedoch zum Bumerang für den Ether-Kurs.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?

Seit dem Dencun-Upgrade zahlen diese skalierenden Netzwerke deutlich weniger Gebühren an das Ethereum-Hauptnetzwerk. Das Ergebnis: Die Menge der "verbrannten" Ether sinkt, wodurch der deflationäre Effekt, der das Angebot verknappen sollte, kaum noch greift. Gleichzeitig verzeichnen die Ethereum-Spot-ETFs anhaltende Mittelabflüsse, und institutionelle Investoren verschieben ihre Bestände zunehmend auf Börsen – ein klassisches Indiz für Verkaufsbereitschaft.

Makroökonomischer Gegenwind

Die Schwäche von Ethereum ist zudem in ein schwieriges Marktumfeld eingebettet. Ein starker US-Dollar und die Sorge vor einer straffen Geldpolitik der US-Notenbank belasten den gesamten Krypto-Sektor. Auch Bitcoin musste seit Jahresbeginn Federn lassen.

Trotz der prekären Preislage halten die Entwickler an ihrem ambitionierten Fahrplan fest. Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist das "Hegota"-Upgrade geplant, das unter anderem neue Mechanismen gegen Zensur einführen soll. Ob diese technischen Fortschritte ausreichen, um das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen Netzwerknutzung und Token-Wert zu korrigieren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...