Erste Bank Aktie: 7-Milliarden-Deal perfekt
Die Erste Bank hat am Freitag eine der größten Übernahmen ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Für rund 7,0 Milliarden Euro sicherte sich die österreichische Großbank 49 Prozent an der polnischen Santander Bank Polska – verbunden mit der De-facto-Kontrolle über die drittgrößte Bank des Landes. Das Management verspricht deutlich steigende Gewinne bereits für 2026.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Kaufpreis: 7,0 Milliarden Euro für 49 Prozent plus Kontrolle
- Prognose 2026: Eigenkapitalrendite steigt auf 19 Prozent
- Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent zulegen
- Finanzierung ohne Kapitalerhöhung durch Verkauf eines Risikotransfers
Strategischer Vorstoß nach Polen
Mit dem Abschluss am Freitag nach Börsenschluss übernimmt die Erste Group die Kontrolle über einen der dynamischsten Bankenmärkte Europas. Die Transaktion umfasst zudem einen 50-prozentigen Anteil am Asset-Management-Arm Santander Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych. Finanziert wurde der Deal unter anderem durch einen kürzlich erfolgten Verkauf eines Risikotransfers über Kredite im Wert von mehr als 10 Milliarden Euro.
Die Erste Bank setzt damit konsequent auf Wachstum in Zentral- und Osteuropa. Polen gilt als attraktiver Wachstumsmarkt mit stabiler Wirtschaftsentwicklung und bietet Zugang zu einem breiten Kundenstamm. Parallel wurde eine strategische Partnerschaft mit der spanischen Santander Group vereinbart, um das Angebot für institutionelle Kunden und Großunternehmen grenzüberschreitend auszubauen.
Integration läuft an
Bereits im zweiten Quartal 2026 soll die Umbenennung in "Erste Bank Polska" erfolgen – vorbehaltlich der Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung am 22. Januar. CEO Peter Bosek und CFO Stefan Dörfler sollen in den Aufsichtsrat der polnischen Tochter gewählt werden, um die Integration eng zu begleiten.
Die prognostizierten Synergien und Profitabilitätssteigerungen werden nun vom Markt genau beobachtet. Die Eigenkapitalrendite von 19 Prozent und ein EPS-Zuwachs von über 20 Prozent für 2026 sind ambitionierte Ziele, die belegen müssen, dass die Mega-Akquisition den erhofften Mehrwert bringt.
Erste Bewährungsprobe am 26. Februar
Am 26. Februar 2026 legt die Erste Bank die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor. Diese Zahlen werden erste Indikationen zur Gesamtperformance vor der Vollkonsolidierung des Polen-Geschäfts liefern. Analysten dürften ihre Modelle in den kommenden Wochen anpassen und die erhöhten Gewinnprognosen für 2026 einarbeiten.
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