EQT hat heute seinen Jahresbericht für 2025 veröffentlicht – und der liefert ein zweigeteiltes Bild. Starke operative Kennzahlen treffen auf einen deutlichen Rückgang beim Carried Interest. Für Anleger steckt darin einiges zu verdauen.

Carried Interest bremst das Ergebnis

Der Gesamtumsatz blieb mit 2,63 Milliarden Euro weitgehend stabil, fiel aber leicht gegenüber dem Vorjahreswert von 2,65 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Rückstand war vor allem der Einbruch beim Carried Interest und den Investmenterträgen: Diese fielen um 36 Prozent auf 349 Millionen Euro. Der Nettogewinn sank entsprechend auf 728 Millionen Euro, nach 776 Millionen Euro im Jahr 2024.

Bereinigt sieht die Lage freundlicher aus. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 1,64 Milliarden Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 60,1 Prozent. Der Vorstand schlägt trotz des Gewinnrückgangs eine Dividende von 5,00 Schwedischen Kronen je Aktie vor – ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2024.

Rekordjahr bei Exits, Coller-Deal im Anmarsch

Operativ lief 2025 ungewöhnlich stark. Mit Gesamtrealisierungen von rund 34 Milliarden Euro – inklusive Co-Investoren – war es das aktivste Exit-Jahr in der Unternehmensgeschichte. Die Gesamtverwalteten Vermögenswerte belaufen sich mittlerweile auf 270 Milliarden Euro, davon 141 Milliarden Euro in gebührengenerierenden Assets.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei EQT AB?

Gleichzeitig hat sich die Nettoverschuldung nahezu verdoppelt: von 976 Millionen Euro auf 1,45 Milliarden Euro. Hintergrund ist eine Anleiheemission über 500 Millionen Dollar im Mai 2025. Das Eigenkapital sank im selben Zeitraum von 8,10 auf 7,51 Milliarden Euro.

Für 2026 steht die geplante Übernahme des Londoner Secondaries-Spezialisten Coller Capital im Mittelpunkt. Der vereinbarte Kaufpreis beläuft sich auf eine Basisvergütung von 3,2 Milliarden Dollar, die fast vollständig in neuen EQT-Aktien bezahlt wird – zum Festpreis von 355 Schwedischen Kronen je Aktie, was rund sieben Prozent des ausstehenden Aktienkapitals entspricht. Hinzu kommt eine Barkomponente von etwa 65 Millionen Dollar bei Abschluss sowie eine erfolgsabhängige Nachzahlung von bis zu 500 Millionen Dollar, gekoppelt an die Entwicklung von Coller bis März 2029.

Coller Capital erzielte 2025 rund 330 Millionen Dollar an gebührenbezogenen Einnahmen und 145 Millionen Dollar an gebührenbezogenem EBITDA. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher und fondsseitiger Genehmigungen.

Parallel dazu ist das Flaggschiff-Buyout-Fonds EQT XI mit einem harten Deckel von 24 Milliarden Euro seit Juni 2025 im Fundraising und soll Mitte 2026 aktiviert werden. Firmengründer Conni Jonsson wird beim Aktionärstreffen im Mai den Vorsitz nach mehr als drei Jahrzehnten abgeben – unter seiner Führung wuchs EQT von einem einzelnen Nordics-Fonds mit 300 Millionen Euro auf eine globale Plattform mit über 50 aktiven Fonds.

EQT AB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue EQT AB-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten EQT AB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für EQT AB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

EQT AB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...