Engie forciert den Umbau zum Infrastruktur-Spezialisten. Mit dem Erwerb des britischen Stromnetzbetreibers UK Power Networks tätigt der Konzern einen entscheidenden Zukauf, um künftig auf stabilere Erträge zu setzen. Parallel zur Expansion hebt das Management seine Gewinnprognosen für die kommenden Jahre an.

Milliarden-Investition in Großbritannien

Die Übernahme von UK Power Networks (UKPN) lässt sich Engie einen Unternehmenswert von 10,5 Milliarden Pfund kosten. Inklusive Schulden beläuft sich das Transaktionsvolumen auf rund 15,8 Milliarden Pfund. Mit diesem Schritt macht der Konzern Großbritannien zu seinem zweitwichtigsten Markt. UKPN versorgt rund 8,5 Millionen Kunden in London sowie im Osten und Südosten Englands.

Dieser Zukauf ist ein Kernbestandteil der Strategie, das Geschäft mit regulierter Infrastruktur massiv auszuweiten. Solche Netze gelten als krisenfest und liefern planbare Einnahmen, was in Zeiten schwankender Energiepreise einen stabilen Gegenpol bildet. Engie-Chefin Catherine MacGregor sieht in der Akquisition eine wesentliche Stärkung für die Position des Unternehmens innerhalb der europäischen Energiewende.

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Neue Ziele und Finanzierung

Wie finanziert Engie diesen massiven Wachstumsschritt? Der Konzern plant einen Mix aus verschiedenen Instrumenten: Rund 5 Milliarden Euro sollen über Fremd- und Hybridkapital aufgenommen werden. Zusätzlich sieht die Strategie ein Veräußerungsprogramm von Vermögenswerten im Wert von 4 Milliarden Euro bis zum Jahr 2028 vor. Flankiert wird das Paket durch eine geplante Kapitalerhöhung von bis zu 3 Milliarden Euro.

Gleichzeitig blickt das Management optimistischer auf die kommenden Jahre. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Engie nun einen wiederkehrenden Nettogewinn zwischen 4,6 und 5,2 Milliarden Euro. Zuvor lag die Zielspanne mit 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro deutlich niedriger.

An der Börse stießen die Neuigkeiten auf große Zustimmung. Die Aktie kletterte heute um 5,12 % auf 29,54 € und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit setzt das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend fort und notiert aktuell rund 40 % über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage.

Der Abschluss der Übernahme ist für Mitte 2026 geplant. Bis dahin müssen noch die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht für den Deal geben. Parallel dazu wird der Markt beobachten, wie zügig Engie die angekündigten Desinvestitionen umsetzt, um die Bilanz nach der milliardenschweren Expansion wieder zu entlasten.

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