Energy Fuels stellt sein Geschäft mit einem großen Zukauf neu auf. Mit der Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) will das Unternehmen zu einem integrierten Anbieter seltener Erden außerhalb Chinas aufsteigen. Damit verändert sich die Struktur der Lieferketten für kritische Rohstoffe in den westlichen Industrien deutlich.

ASM-Übernahme im Detail

Energy Fuels hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Australian Strategic Materials geschlossen. Das Transaktionsvolumen liegt bei 299 Mio. US-Dollar und soll im Rahmen eines „scheme of arrangement“ nach australischem Recht umgesetzt werden. Der ASM-Verwaltungsrat unterstützt den Deal einstimmig.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energy Fuels?

Ziel ist der Aufbau des größten vollintegrierten „Mine-to-Metal-and-Alloy“-Anbieters für seltene Erden außerhalb Chinas. Bisher war Energy Fuels vor allem in der Produktion von Seltenen-Erden-Oxiden aktiv. Mit ASM kommt der Einstieg in die nachgelagerte Wertschöpfung hinzu: Metalle und Legierungen mit höherer Wertschöpfung und direktem Bezug zu Hightech-Anwendungen.

Wesentliche Transaktionsparameter:

  • Transaktionswert: 299 Mio. US-Dollar
  • Zielunternehmen: Australian Strategic Materials (ASM), Produzent von Seltenen-Erden-Metallen und -Legierungen
  • Strategisches Ziel: Aufbau einer integrierten, von China unabhängigen „Mine-to-Metal“-Plattform für seltene Erden
  • Struktur: ASM-Aktionäre sollen je ASM-Aktie 0,053 Energy-Fuels-Aktien erhalten, zusätzlich eine Sonderdividende von bis zu 0,13 AUD

Neue Lieferkette für seltene Erden

Kern des Plans ist die Verknüpfung der bestehenden Seltenen-Erden-Oxidproduktion von Energy Fuels in der White Mesa Mill in Utah mit der Korean Metals Plant von ASM. Die koreanische Anlage gehört zu den wenigen Standorten außerhalb Chinas, an denen seltene Erden zu Metallen und Legierungen weiterverarbeitet werden.

Durch diese vertikale Integration entsteht eine Plattform, die zentrale Stufen der Lieferkette abdeckt – von der Verarbeitung über die Metallisierung bis hin zu Legierungen. Die Position von Energy Fuels in den Märkten für Uran und kritische Mineralien wird damit deutlich ausgebaut. Im Fokus stehen Materialien, die für Verteidigung, Elektrifizierung und andere Hochtechnologie-Anwendungen unverzichtbar sind.

Finanzielle Basis und Produktionspläne

Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Hälfte der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet. Voraussetzung sind die Zustimmung der ASM-Aktionäre sowie behördliche Genehmigungen.

Energy Fuels verweist auf eine solide Kapitalausstattung, um die Integration von ASM zu stemmen. Zusätzlich sollen die etablierten Uranaktivitäten erheblichen Cashflow liefern, der den Ausbau im Metallsegment seltener Erden mitfinanziert.

Operativ plant das Unternehmen, die Uranvermahlung bis zur ersten Jahreshälfte 2026 mit einer durchschnittlichen Rate von rund 250.000 Pfund U3O8 pro Monat fortzusetzen. Danach soll der Schwerpunkt im restlichen Jahresverlauf auf der kommerziellen Produktion schwerer seltener Erden liegen. Uranerz, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 gefördert wird, will Energy Fuels einlagern und erst 2027 verarbeiten.

Damit wird die geplante Diversifizierung maßgeblich aus dem laufend profitablen Uran-Geschäft heraus finanziert, während gleichzeitig die Basis für ein breiter aufgestelltes Portfolio in kritischen Rohstoffen gelegt wird.

Energy Fuels-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energy Fuels-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Energy Fuels-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energy Fuels-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Energy Fuels: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...