Energiekontor meldet eine Rekord-Pipeline und hält an seiner Ergebnisprognose fest – nach einem schwierigen Vorjahr ein klares Signal der Stabilisierung. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen den Auftragsberg zügig in Gewinne verwandeln kann.

Rekord-Pipeline als Basis für die Neubewertung

Kern der aktuellen Neubewertung ist eine historisch starke Projektpipeline. Energiekontor hat derzeit 21 Projekte mit rund 640 Megawatt (MW) Nennleistung in Bau oder Bauvorbereitung – so viel wie noch nie in der Firmengeschichte. Diese Größenordnung schafft eine solide Grundlage für die erwartete Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre.

Damit deutet sich an, dass die operative Schwächephase des vergangenen Jahres auslaufen könnte. Die Pipeline bietet hohe Planungssicherheit, weil viele zukünftige Erträge bereits gut sichtbar sind. Gleichzeitig steigt aber auch der Erwartungsdruck: Der Markt schaut genau hin, ob das Management die Projekte im geplanten Zeit- und Kostenrahmen realisiert.

Im Zentrum steht dabei die Umsetzung: Je effizienter Energiekontor den Projektstau abarbeitet, desto stabiler dürfte sich die Ertragslage entwickeln. Gerade vor dem Hintergrund eines herausfordernden Vorjahres wirkt die aktuelle Projektbasis wie ein Belastungstest für die operative Schlagkraft.

Bestätigte Prognose nimmt Druck vom Kurs

Einen wesentlichen Vertrauensschub brachte die Bestätigung der Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025. Das Management hält an einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 30 und 40 Millionen Euro fest – trotz vorangegangener Prognosekürzung. Das reduziert Unsicherheit und signalisiert, dass der operative Jahresendspurt 2025 stark genug war, um die Ziele zu stützen.

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Ein wichtiger Baustein dieses Endspurts war der Verkauf von sieben Windparkprojekten mit insgesamt 209 MW. Diese Transaktionen haben nicht nur kurzfristig Ergebnisbeiträge geliefert, sondern auch gezeigt, dass sich Projekte aus der Pipeline tatsächlich in Erlöse überführen lassen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Prognose: Bestätigtes EBT-Ziel für 2025 von 30–40 Mio. Euro
  • Pipeline: Rund 640 MW in Bau oder Bauvorbereitung – Rekordniveau
  • Transaktionen: Verkauf von sieben Windparkprojekten mit insgesamt 209 MW in 2025

Mit der bestätigten Prognose ist ein Teil des Kursdrucks gewichen. Gestern schloss die Aktie bei 36,65 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Titel zwar noch rund 23 % im Minus, hat sich aber vom 52‑Wochen-Tief bei 30,95 Euro spürbar gelöst. Der Abstand von gut 18 % zu dieser Marke und ein 14‑Tage‑RSI von 20,8 deuten darauf hin, dass der Wert zuletzt eher überverkauft war.

Blick nach vorn: Pipeline muss liefern

Der Fokus verschiebt sich nun klar auf die Jahre 2026 und 2027. Die volle Pipeline ist eine starke Ausgangslage, entfaltet ihren Wert aber erst, wenn die Projekte fristgerecht ans Netz gehen oder erfolgreich veräußert werden. Genau dort liegt die zentrale Bewährungsprobe der nächsten Quartale.

Charttechnisch notiert die Aktie mit einem leichten Aufschlag auf den 50‑Tage-Durchschnitt von 34,72 Euro, bleibt aber mit gut 12 % Abstand unter dem 200‑Tage-Durchschnitt von 41,67 Euro noch in einem übergeordnet schwächeren Trend. Für eine nachhaltige Trendwende müssen daher operative Fortschritte und bessere Zahlen zusammenkommen.

Unterm Strich steht: Energiekontor koppelt eine rekordhohe Projektbasis mit einer bestätigten Ergebnisprognose. Gelingt es, die Pipeline wie geplant in Erträge für 2026 und 2027 zu verwandeln, hätte die aktuelle Neubewertung des Titels ein belastbares Fundament.

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