Das Börsenjahr 2025 war für Aktionäre von Energiekontor eine echte Geduldsprobe, geprägt von Projektverzögerungen und Kursverlusten. Doch pünktlich zum Start in das Jahr 2026 sendet der Wind- und Solarparkentwickler ein vitales Lebenszeichen. Mit einer bestätigten Prognose und operativen Rekordzahlen im Rücken kehrt das Vertrauen zurück – ist die Talsohle damit endgültig durchschritten?

  • Aktueller Kurs: 38,10 € (+5,98 %)
  • 52-Wochen-Hoch: 61,80 €
  • 52-Wochen-Tief: 30,95 €
  • 50-Tage-Durchschnitt: 33,96 €

Prognosebestätigung sorgt für Aufatmen

Treibstoff für die jüngste Rallye liefert vor allem die Gewissheit über das abgelaufene Geschäftsjahr. Trotz widriger Umstände in Großbritannien und logistischer Engpässe im Herbst bekräftigte das Management die Zielspanne für das Vorsteuerergebnis (EBT) von 30 bis 40 Millionen Euro für 2025.

Diese Nachricht sorgt für tiefes Durchatmen am Parkett. Die von vielen Anlegern befürchtete Gewinnwarnung blieb aus. Stattdessen signalisiert die Führungsetage, dass die operativen Hürden kontrollierbar sind. Der Markt honoriert diese Stabilität sofort: Die Aktie legte am Freitag kräftig um knapp 6 Prozent zu und konnte sich damit deutlich vom kürzlich markierten 52-Wochen-Tief bei 30,95 Euro absetzen.

Rekord-Pipeline als Fundament

Hinter der Kurserholung stehen nicht nur Versprechen, sondern konkrete operative Fortschritte. Das Unternehmen meldet eine massive Ausweitung der Geschäftsaktivitäten:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energiekontor?

  • Bauvolumen: Aktuell befinden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt in Bau oder Vorbereitung – ein historischer Höchststand.
  • Finanzierung: 14 Projekte mit über 350 Megawatt erreichten im abgelaufenen Jahr den "Financial Close".
  • Verkaufserfolg: Energiekontor veräußerte im Gesamtjahr 2025 sieben Windparks mit einer Kapazität von 209 Megawatt (Vorjahr: 51 Megawatt).

Diese Daten belegen, dass die Exekutionsstärke des Unternehmens intakt ist. Besonders der sprunghafte Anstieg des Verkaufsvolumens unterstreicht die Fähigkeit, Projekte auch in volatilen Marktphasen profitabel zu monetarisieren.

Gewinne mit Zeitverzögerung

Anleger müssen jedoch den zeitlichen Horizont im Blick behalten. Das Management stellte klar, dass sich die hohe Bauaktivität erst zeitversetzt in den Bilanzen niederschlagen wird. Da viele Inbetriebnahmen für 2026 und 2027 terminiert sind, verschieben sich die großen Ertragsströme in die kommenden Geschäftsjahren.

Der Markt beginnt nun, dieses zukünftige Potenzial einzupreisen. Technisch unterstützt wird dieses Szenario durch die Rückeroberung wichtiger Marken. Der Kurs notiert mit 38,10 Euro wieder deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt (33,96 Euro). Interessant ist zudem der RSI-Wert von 20,8: Trotz des jüngsten Anstiegs deutet dieser Indikator darauf hin, dass der Titel technisch noch immer als überverkauft gelten kann, was Raum für weitere Erholungsbewegungen lässt.

Der Jahresauftakt ist Energiekontor geglückt. Die Bestätigung der Prognose nimmt die unmittelbare Unsicherheit aus dem Markt, während die volle Pipeline das Wachstum für die mittlere Frist absichert. Gelingt es dem Unternehmen, die angekündigten Projekte in den Jahren 2026 und 2027 planmäßig ans Netz zu bringen, dürfte der Weg für eine nachhaltige Aufholjagd in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei 41,88 Euro frei sein.

Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 03. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...