Die Silberminen von Endeavour Silver stehen vor einer entscheidenden Phase: Während die jüngsten Quartalszahlen eine gemischte Bilanz zeigen, setzt das Unternehmen mit einer großen Akquisition und einem neuen Projekt auf Wachstum. Doch können die strategischen Schritte die steigenden Kosten und Produktionsrückgänge ausgleichen?

Finanzielle Durststrecke trotz höherer Edelmetallpreise

Im ersten Quartal 2025 präsentierte Endeavour Silver ein zwiespältiges Bild:

  • Umsatz: Leicht rückläufig auf 63,5 Mio. USD (Q1 2024: 63,7 Mio. USD)
  • Betriebsergebnis: Verbesserung auf 12,8 Mio. USD dank höherer Silber- und Goldpreise
  • Nettoverlust: 27,8 Mio. USD vor Steuern, getrieben durch Derivateverluste

Trotz gestiegener Realisierungen von 31,99 USD pro Silberunze und 2.903 USD pro Goldunze konnte der Rückgang der verkauften Mengen nicht vollständig kompensiert werden. Die operative Cashflow-Marge vor Working Capital-Anpassungen schrumpfte um 18% auf 8,3 Mio. USD.

Produktionsrückgänge und Kostendruck

Die Herausforderungen werden in den Produktionskennzahlen deutlich:

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  • Silberproduktion: 1,2 Mio. Unzen (-18% gegenüber Q1 2024)
  • Kosten pro Tonne: Anstieg um 6% auf 142,72 USD
  • All-in Sustaining Costs: 24,48 USD pro Silberunze (+14%)

Die gestiegenen Kosten belasten die Margen – ein Problem, das sich durch die schwächere Produktion noch verschärft. Doch Endeavour Silver hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Strategische Weichenstellungen für die Zukunft

Mit der Übernahme der Huachocolpa Uno Mine für 145 Mio. USD (80 Mio. USD Cash, 65 Mio. USD in Aktien) hat sich das Unternehmen ein starkes zweites Standbein geschaffen:

  • Aktuelle Kapazität: 1.800 Tonnen pro Tag (mit Expansionsplänen)
  • Produktion 2024: 2,0 Mio. Silberunzen bzw. 5,1 Mio. Silberäquivalentunzen

Parallel läuft die Inbetriebnahme des Terronera-Projekts, während die liquiden Mittel mit 64,7 Mio. USD Ende März einen soliden Puffer bilden. Institutionelle Investoren wie MIRAE ASSET und die Schweizer Nationalbank haben ihre Positionen zuletzt angepasst – ein Zeichen für das anhaltende Interesse an der Silberstory.

Die Aktie notiert derzeit bei 2,92 Euro und hat seit Jahresbeginn ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Ob die jüngsten strategischen Entscheidungen den Abwärtstrend stoppen können, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen – besonders wenn die neuen Anlagen ihre volle Produktionskraft entfalten.

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