Inficon Aktie: Ernste Zweifel?
Inficon meldet für das Geschäftsjahr 2025 einen historischen Umsatzrekord. Die Anleger reagieren am Dienstag dennoch mit massiven Verkäufen, da der operative Gewinn deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleibt und geopolitische Spannungen den wichtigsten Absatzmarkt belasten.
Halbleitergeschäft unter Druck
Der Gesamtumsatz kletterte im abgelaufenen Jahr minimal auf 673,7 Millionen USD. Während das Segment „General Vacuum“ ein zweistelliges Wachstum verzeichnete, schwächelte der zentrale Bereich „Semi & Vacuum Coating“. Dieser Sektor, der fast die Hälfte des Gruppenumsatzes ausmacht, schrumpfte um 2,9 % auf 330 Millionen USD. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die internationalen Technologiekonflikte, die das Geschäft mit der Halbleiterindustrie bremsen.
Gewinnrückgang belastet den Kurs
Die operative Ertragskraft konnte mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt halten. Das operative Ergebnis (EBIT) sank von 136 Millionen USD im Vorjahr auf 112,3 Millionen USD. Trotz dieses Rückgangs plant Inficon eine hohe Ausschüttung: Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 2,00 CHF pro Aktie vor, was einer Quote von etwa 73 % entspricht.
An der Börse lösten die Nachrichten eine heftige Reaktion aus. Die Aktie brach am Dienstag um 14,29 % ein und notiert bei 93,60 CHF. Damit hat sich das Papier deutlich von seinem 50-Tage-Durchschnitt bei 117,24 CHF entfernt und sucht nun nach einem neuen Boden. Die Eröffnung eines neuen Werks in Malaysia konnte die Sorgen über die kurzfristige Profitabilität bisher nicht dämpfen.
Ausblick auf 2026
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Management vorsichtig optimistisch und peilt einen Umsatz zwischen 680 und 720 Millionen USD an. Die operative Marge soll sich in einer Spanne von 17 % bis 19 % stabilisieren. Ob die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen bereits Wirkung zeigen, wird die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal am 24. April 2026 verdeutlichen. Zuvor findet am 22. April die Generalversammlung in Rapperswil statt.
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