Eli Lilly hat eine turbulente Woche hinter sich: positive Phase-3-Daten für Retatrutide, ein neues Proxy Statement mit weitreichenden Governance-Änderungen — und trotzdem notiert die Aktie rund 17% unter ihrem Allzeithoch vom November. Der Blick auf die Gesamtlage zeigt, warum das Bild komplexer ist als es auf den ersten Blick erscheint.

Analysten sehen erhebliches Aufholpotenzial

Das Analystenkonsens-Kursziel liegt aktuell bei gut 1.221 US-Dollar — rund 35% über dem aktuellen Kurs. 25 der letzten 30 Ratings sind Kaufempfehlungen. UBS bekräftigte am 18. März sein Kursziel von 1.250 Dollar und verwies auf starke Q4-Ergebnisse sowie eine angehobene Jahresprognose. HSBC dagegen stufte die Aktie zuletzt zurück und nannte Bedenken rund um den Wettbewerb im Adipositas-Markt — ein Hinweis darauf, dass nicht alle Analysten gleichermaßen überzeugt sind.

Die Zahlen, die hinter diesen Einschätzungen stehen, sind beeindruckend: Im vierten Quartal stiegen die Umsätze um 43% auf 19,3 Milliarden Dollar, der Nettogewinn kletterte um 50% auf 6,6 Milliarden Dollar. Mounjaro und Zepbound legten 2025 um 99% bzw. 175% zu und machen inzwischen 56% des Gesamtumsatzes aus. Für 2026 peilt das Unternehmen 80 bis 83 Milliarden Dollar Umsatz an — ein Wachstum von rund 25%.

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Governance-Reform und Pipeline-Fortschritte

Das frisch eingereichte Proxy Statement für 2026 enthält substanzielle Änderungsvorschläge: Eli Lilly will die gestaffelte Boardstruktur abschaffen und Supermehrheitserfordernisse streichen — beides Reaktionen auf Investorenfeedback. Künftig sollen alle Direktoren jährlich zur Wahl stehen, Abstimmungsschwellen vereinfacht werden. Das Management lehnt gleichzeitig Aktionärsanträge für einen unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden und eine erweiterte Lobbying-Offenlegung ab.

Bei der Vergütung spricht das Proxy Statement eine deutliche Sprache: Der jährliche Bonus wurde zu 218% ausgezahlt, die dreijährigen Aktionärswert-Awards zu 200% — gestützt auf eine Gesamtrendite von 40%, die sowohl den S&P 500 als auch die Peer Group über ein, drei und fünf Jahre übertraf.

Orforglipron als nächster Katalysator

Die Phase-3-Daten für Retatrutide — ein dreifacher Hormonrezeptor-Agonist — überzeugten klinisch: Teilnehmer erzielten im Schnitt eine A1C-Reduktion von bis zu 2,0 Prozentpunkten und verloren durchschnittlich 16,8% ihres Körpergewichts. An der Börse blieb die Reaktion dennoch verhalten. Der Grund: Retatrutide gilt als kleinere Chance im Vergleich zu Orforglipron, der oralen GLP-1-Pille, deren FDA-Entscheid für den 10. April erwartet wird.

Novo Nordisk hat mit seiner eigenen GLP-1-Pille bereits den Markt betreten — und damit erneut einen Zeitvorsprung herausgeholt. Lillys Orforglipron punktet potenziell mit einem entscheidenden Vorteil: keine Einschränkungen bei Nahrung und Getränken, die bei Novo Nordisks Pille gelten. Ob dieser Unterschied ausreicht, um Marktanteile zu sichern, entscheidet sich am 10. April.

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