Eli Lilly Aktie: Achtung, Risiken!
Eli Lilly mischt mit seiner Abnehmspritze Zepbound den Milliardenmarkt für Gewichtsreduktion kräftig auf und greift den Platzhirschen Novo Nordisk frontal an. Doch während die Verkaufszahlen explodieren, drückt eine gesenkte Gewinnprognose auf die Stimmung. Was steckt wirklich hinter der Offensive des Pharmariesen?
Zepbound hängt die Konkurrenz ab
Im Rennen um die Marktführerschaft bei Adipositas-Medikamenten hat Eli Lilly mit Zepbound einen klaren Volltreffer gelandet. Im ersten Quartal 2025 entfielen in den USA bereits 60% aller Verschreibungen für Abnehmpräparate auf Zepbound; bei Neuverschreibungen lag der Anteil sogar bei beeindruckenden 75%. Damit lässt Lillys Präparat Wegovy von Novo Nordisk deutlich hinter sich.Der Grund für diesen Erfolg liegt vor allem in der höheren Wirksamkeit: Klinische Studien zeigten, dass Patienten mit Zepbound durchschnittlich 20,2% ihres Körpergewichts verloren, verglichen mit 13,7% bei Wegovy-Nutzern. Diese Überlegenheit spiegelt sich auch in den Analystenprognosen wider. So erwartet S&P Global, dass Eli Lillys Umsätze mit Adipositas-Medikamenten bis 2027 die von Novo Nordisk übertreffen werden. Bis 2030 könnte Eli Lilly laut Experten einen Marktanteil von 47% in einem dann über 90 Milliarden Dollar schweren Markt erreichen, während Novo Nordisk auf etwa 40% käme. Ein weiterer Vorteil: Bereits im Oktober letzten Jahres konnte Eli Lilly Lieferengpässe bei Zepbound beheben, während Novo Nordisk mit Lieferschwierigkeiten für Wegovy bis Februar dieses Jahres zu kämpfen hatte.
Produktionsoffensive und die nächste Wirkstoff-Generation
Um der explodierenden Nachfrage gerecht zu werden, investiert Eli Lilly massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Allein im Februar kündigte das Unternehmen Investitionen in Höhe von 27 Milliarden Dollar in die heimische Fertigung an. Patrik Jonsson, Leiter der Sparte für Gewichtsreduktion bei Lilly, deutete zudem an, dass bereits "Millionen von Tabletten" des oralen Wirkstoffs Orforglipron verfügbar seien. Die Zulassung dieses potenziellen neuen Blockbusters wird für das kommende Jahr erwartet. Analysten trauen Orforglipron bis 2030 jährliche Umsätze von 16 Milliarden Dollar zu. Jonsson dämpft jedoch zu schnelle Erwartungen: Der Aufbau neuer Fabriken sei ein langwieriger Prozess und dauere typischerweise mindestens drei bis vier Jahre.
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Umsatzsprung trifft auf gedämpfte Gewinnerwartung
Finanziell verlief der Start ins Jahr 2025 für Eli Lilly glänzend. Der Umsatz im ersten Quartal kletterte im Jahresvergleich um 45% auf 12,73 Milliarden Dollar, maßgeblich getrieben durch die Verkaufsschlager Mounjaro und Zepbound. Der Nettogewinn stieg um 23% auf 2,76 Milliarden Dollar.Trotz dieser starken operativen Entwicklung senkte das Management die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Während die Umsatzprognose für 2025 mit 58,0 bis 61,0 Milliarden Dollar bestätigt wurde, rechnet Eli Lilly nun mit einem Ergebnis je Aktie (EPS) zwischen 20,17 und 21,67 Dollar (GAAP) bzw. 20,78 und 22,28 Dollar (Non-GAAP). Hauptgründe für diese Anpassung sind Belastungen aus akquirierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten (IPR&D) im ersten Quartal sowie Nettoverluste aus Aktienbeteiligungen. Auch die geschätzte effektive Steuerquote für 2025 wurde von etwa 16% auf 17% angehoben. Immerhin können sich die Aktionäre über eine Dividende freuen: Das Board of Directors beschloss am 5. Mai eine Quartalsdividende von 1,50 Dollar je Aktie, zahlbar am 10. Juni.
Obwohl Eli Lilly operativ beeindruckende Erfolge vorweist und Zepbound den Markt im Sturm erobert, zeigt sich die Aktie seit Jahresbeginn schwächer und notiert rund 23% unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die gesenkte Gewinnprognose scheint hier die Euphorie der Anleger zu bremsen, die nun genau beobachten werden, ob der teure Produktionsausbau und die Entwicklung neuer Präparate die hohen Erwartungen erfüllen können.
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