Eisai baut sein Portfolio jenseits der reinen Medikamentenentwicklung weiter aus. Mit dem gestrigen Start der digitalen Plattform „Kompass“ für Nierenkrebspatienten und wichtigen Fortschritten bei der Alzheimer-Therapie Leqembi setzt der japanische Pharmakonzern auf eine ganzheitliche Wachstumsstrategie. Doch reicht dieser Mix aus digitalem Patientensupport und Pipeline-Erfolgen aus, um die ehrgeizigen Gewinnziele zu erreichen?

Fortschritte in der Alzheimer-Therapie

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie bleibt das Alzheimer-Medikament Leqembi. Eisai treibt hier die Zulassung einer subkutanen Formulierung voran, die als Anfangsdosis für Patienten im frühen Stadium der Krankheit dienen soll. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat für den entsprechenden Zulassungsantrag bereits eine vorrangige Prüfung (Priority Review) gewährt. Eine Entscheidung der Behörde wird bis zum 24. Mai 2026 erwartet. Auch in China wurde dem Medikament dieser beschleunigte Status zugesprochen, was die globale Bedeutung der Therapie unterstreicht.

Zusätzlich zum Kerngeschäft investiert der Konzern in die digitale Patientenunterstützung. Die gestern vorgestellte Plattform „Kompass“ bündelt verifizierte Ressourcen für Betroffene von Nierenkrebs. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit führenden Patientenorganisationen und zielt darauf ab, die oft mühsame Informationssuche nach einer Neudiagnose zu vereinfachen.

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Finanzielle Stabilität und Pipeline-Zuwachs

In den aktuellen Geschäftszahlen spiegelt sich eine solide operative Entwicklung wider. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres meldete Eisai einen operativen Gewinn von 54,5 Milliarden Yen, was im Rahmen der Erwartungen liegt. Das Management bekräftigte seine Jahresprognose und geht davon aus, dass die Alzheimer-Sparte im Geschäftsjahr 2027 die Schwelle zur Profitabilität überschreiten wird.

Abseits von Alzheimer gibt es ebenfalls positive Signale aus der Forschung: Der Wirkstoff E2086 zur Behandlung von Narkolepsie erhielt Mitte Februar in Japan den Status als Arzneimittel für seltene Leiden (Orphan Drug).

An der Börse präsentierte sich das Papier zuletzt robust. Mit einem Schlusskurs von 27,79 Euro am Donnerstag verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von rund acht Prozent, womit sie sich deutlich von ihrem Jahrestief bei 22,10 Euro absetzen konnte.

Der nächste Meilenstein

Die kurzfristige Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 24. Mai 2026. An diesem Tag fällt die FDA-Entscheidung zur neuen Leqembi-Variante, die für die Marktdurchdringung in den USA eine Schlüsselrolle spielt. Ein positiver Bescheid wäre die Voraussetzung dafür, dass der Konzern seine ehrgeizigen Profitabilitätsziele für das übernächste Geschäftsjahr einhalten kann.

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