EDAG Engineering setzt auf die Flucht nach vorne. Während das Papier seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht, will das Unternehmen mit dem „Industrial Metaverse“ und einer neuen KI-Plattform die technologische Speerspitze im Automobil- und Maschinenbau besetzen. Kann diese strategische Neuausrichtung das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen?

Digitale Zwillinge und NVIDIA-Power

Mit der Einführung der Plattform „metys“ und dem dazugehörigen „AI Factory“-Ansatz zielt EDAG auf die systematische Vernetzung von Daten, Prozessen und Menschen ab. Kern der Initiative ist die sogenannte „Physical AI“. Dabei werden KI-Modelle aus der virtuellen Welt direkt in die reale Produktion übertragen, um etwa Roboterabläufe zu optimieren.

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Technologisch stützt sich das Unternehmen dabei auf die Infrastruktur von NVIDIA. Durch die Integration von Omniverse-Bibliotheken und dem Simulationsframework Isaac Sim sollen leistungsstarke digitale Zwillinge entstehen. Das Ziel ist klar formuliert: Die Markteinführungszeiten für Kunden aus der Automobil-, Verteidigungs- und Maschinenbaubranche sollen durch virtuelle Tests massiv verkürzt werden, bevor eine physische Umsetzung erfolgt.

Charttechnik spiegelt Skepsis wider

Trotz dieser technologischen Ambitionen zeigt sich der Kapitalmarkt zuletzt zurückhaltend. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 3,81 Euro und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,73 Euro. Mit einem Minus von rund 24 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt der Kurs die Herausforderungen der Branche wider.

Allerdings deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 30,0 darauf hin, dass der Titel technisch gesehen bereits überverkauft sein könnte. Die hohe annualisierte Volatilität von über 44 Prozent unterstreicht zudem die aktuelle Nervosität im Handel. Marktbeobachter werten die neue Plattformstrategie zwar als notwendigen Schritt zur Effizienzsteigerung, doch am Kurszettel kam dieser Impuls bisher nicht an.

Ob die technologische Vision auch in wachsende Projektvolumina mündet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Ein wichtiger Meilenstein hierfür ist die detaillierte Vorstellung der Plattform auf den Industry Solutions Days in Fulda, die vom 4. bis 7. Mai 2026 stattfinden. Bis dahin dürfte die Marke von 4,60 Euro – der aktuelle 50-Tage-Durchschnitt – die erste signifikante Hürde für eine nachhaltige Kurserholung bleiben.

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