Der australische Drohnenspezialist DroneShield durchlebt gerade eine beispiellose Vertrauenskrise. Fast 50 Prozent Kursverlust in nur einem Monat – ausgelöst nicht durch schwache Zahlen oder externe Schocks, sondern durch das eigene Management. Was ist da los? Und wie tief kann es noch gehen?

Führungsspitze wirft Millionen auf den Markt

Das Beben begann im November, als bekannt wurde, dass die Chefetage in großem Stil Aktien abstößt. Und zwar nicht nur ein paar symbolische Papiere, sondern Beteiligungen im Wert von rund 70 Millionen australischen Dollar.

Die Verkäufe im Detail:
* CEO Oleg Vornik: Kompletter Ausstieg – fast 50 Millionen Dollar
* Chairman Peter James: 12,3 Millionen Dollar
* Director Jethro Marks: rund 5 Millionen Dollar

Die offizielle Begründung: Man wolle die Früchte vergangener Erfolge ernten. Doch für Anleger klingt das anders. Wenn das Topmanagement geschlossen die Reißleine zieht, stellt sich unweigerlich die Frage: Wissen die etwas, was der Markt noch nicht weiß?

Verwaltungschaos und US-Führungsvakuum

Parallel zur Verkaufswelle geriet das Unternehmen in einen handfesten Governance-Skandal. DroneShield musste Anfang November eine Pressemitteilung zurückziehen, in der ein angeblich neuer US-Regierungsauftrag über 7,6 Millionen Dollar verkündet worden war. Die Wahrheit: Es handelte sich lediglich um eine Neuausstellung eines alten Auftrags – ein peinlicher Verwaltungsfehler.

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Die australische Börsenaufsicht ASX reagierte prompt und feuerte einen Fragenkatalog mit 24 Punkten ab. DroneShield beauftragte daraufhin unabhängige Direktoren mit einer Untersuchung der internen Abläufe.

Als wäre das nicht genug, trat im November auch noch US-CEO Matt McCrann überraschend zurück. Ausgerechnet im wichtigsten Wachstumsmarkt fehlt nun die operative Führung – und das in einer Phase, in der das Unternehmen dringend Vertrauen zurückgewinnen muss.

Hoffnungsschimmer aus Europa

Inmitten des Chaos gibt es zumindest operativ positive Signale. DroneShield sicherte sich einen Auftrag über 5,2 Millionen Dollar von einem europäischen Militärkunden. Die Auslieferung der tragbaren Drohnenabwehrsysteme soll noch im vierten Quartal erfolgen – aus vorhandenen Lagerbeständen.

Der Deal zeigt: Die Nachfrage nach der Technologie ist intakt. Über einen langjährigen europäischen Partner hat DroneShield bereits Equipment im Wert von 70 Millionen Dollar platziert. Das Geschäftsmodell funktioniert – zumindest auf der operativen Ebene.

Die Vertrauensfrage bleibt offen

Die Aktie steht aktuell bei rund 1,17 Euro und kämpft darum, nicht unter die psychologisch wichtige Marke von 2 australischen Dollar zu rutschen. Trotz eines beeindruckenden Jahresgewinns von über 160 Prozent hat sich die Stimmung drastisch gedreht.

Anleger warten nun auf die Ergebnisse der Governance-Prüfung und darauf, wie schnell die US-Führung neu besetzt werden kann. Solange diese Unsicherheiten bestehen, dürfte die Aktie nervös bleiben – selbst wenn neue Aufträge hereinkommen.

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