Seit Jahresbeginn kennt das Papier nur eine Richtung: steil nach oben. Nach einer massiven Vertrauenskrise im Spätherbst meldet sich der Spezialist für Drohnenabwehr eindrucksvoll zurück, getrieben von neuen Regierungsaufträgen und einer strategischen Europa-Offensive. Ist der Kurssprung von über 50 Prozent innerhalb weniger Wochen der Start einer nachhaltigen Trendwende oder nur eine technische Gegenreaktion?

Vertrauen kehrt zurück

Die Aktie der australischen DroneShield erlebt derzeit einen beeindruckenden Lauf. Am Dienstag schloss das Papier erneut im Plus und verzeichnete damit den sechsten Gewinntag in Folge. Seit dem Jahreswechsel summiert sich das Kursplus auf rund 54 Prozent. Diese Rally ist eine direkte Antwort auf den scharfen Einbruch im November 2025, als massive Aktienverkäufe durch das Management im Wert von 70 Millionen Australischen Dollar (AUD) die Anleger verschreckten.

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Das Unternehmen reagierte im Dezember mit strengeren Mindesthaltefristen für Führungskräfte, um die Wogen zu glätten. Doch den eigentlichen Treibstoff für die aktuelle Erholung liefert das operative Geschäft, das derzeit eine Reihe strategischer Erfolge verbuchen kann.

Lukrativer Zugang zum Verteidigungsbudget

Ein wesentlicher Katalysator ist die Aufnahme in das sogenannte "Project LAND 156" des australischen Verteidigungsministeriums. DroneShield wurde als Lieferant für ein entsprechendes Auswahlgremium (Panel) selektiert. Dies ist mehr als eine Formalität: Es öffnet dem Unternehmen den direkten Zugang, um rund 150 Militärbasen und Regierungsstandorte mit Abwehrtechnologie auszurüsten.

Die finanzielle Dimension ist beträchtlich. Die australische Regierung hat für die Beschaffung von Drohnenabwehrfähigkeiten in den nächsten zehn Jahren 1,3 Milliarden AUD veranschlagt. Als gelisteter Anbieter kann DroneShield nun effizient über begrenzte Ausschreibungen um Teile dieses Budgets konkurrieren. Verteidigungsminister Pat Conroy unterstrich die Dringlichkeit dieser Investitionen, was auf eine zügige Auftragsvergabe hindeutet.

Offensive in Europa

Parallel dazu forciert das Unternehmen seine Expansion auf dem europäischen Markt. Eine neue Partnerschaft mit dem niederländischen Softwareunternehmen Intelic soll gezielt Lücken in der europäischen Luftverteidigung schließen. Der Plan sieht vor, die bereits in der Ukraine eingesetzte "Nexus"-Software von Intelic mit der Hardware von DroneShield zu verknüpfen.

CEO Oleg Vornik betonte den strategischen Ansatz: Es geht um kostengünstige, modulare Alternativen zu klassischen, teuren Luftabwehrsystemen. Durch die Vermeidung strikter Anbieterbindungen (Vendor Lock-in) sollen Streitkräfte flexibler auf die Bedrohung durch Kleindrohnen reagieren können. Erste Tests an militärischen und zivilen Standorten in Europa sind für die kommenden Monate angesetzt.

Die Auftragspipeline ist mit einem Wert von 2,3 Milliarden AUD über rund 284 Projekte prall gefüllt. Zuletzt konnten bereits Verträge im Wert von 8,2 Millionen AUD mit einem westlichen Militär sowie 6,2 Millionen AUD im asiatisch-pazifischen Raum gesichert werden.

Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der 22. Februar 2026. Bei der Vorstellung der Jahreszahlen wird sich zeigen, wie schnell DroneShield die hohe Pipeline und die neuen Rahmenverträge tatsächlich in umsatzwirksame Erträge ummünzen kann.

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