Drohen Amerikas größtem Hausbauer kartellrechtliche Probleme? Die Aktie von D.R. Horton geriet zum Wochenschluss unter Verkaufsdruck, nachdem Berichte über eine mögliche Untersuchung durch das US-Justizministerium (DOJ) die Branche belasteten. Im Kern steht der Verdacht, dass Absprachen innerhalb der Branche die Immobilienpreise künstlich hochhalten könnten.

  • Kursbewegung: Rückgang um ca. 1,8 % auf 156,27 US-Dollar am Freitag.
  • Hintergrund: Mögliche kartellrechtliche Prüfung der "Leading Builders of America".
  • Vergleich: Regierungsvertreter zogen Parallelen zwischen großen Bauunternehmen und der OPEC.

Regulierer nehmen Preisgestaltung ins Visier

Das US-Justizministerium prüft derzeit Berichte von Bloomberg und PYMNTS zufolge eine Untersuchung gegen führende Wohnungsbauunternehmen. Die Ermittlungen konzentrieren sich voraussichtlich auf die Praktiken des Branchenverbands "Leading Builders of America", dem auch D.R. Horton angehört. Die Behörden untersuchen, ob der Austausch von Informationen innerhalb der Branche den Wettbewerb unterdrückt oder die hohen Immobilienpreise künstlich stützt.

Die Reaktion am Markt folgte prompt: Der S&P Composite 1500 Homebuilding Index sank am Freitag um 1,4 %. Auch Wettbewerber wie Lennar verzeichneten Kursverluste. Ken Gear, Präsident des Branchenverbands, erklärte jedoch, dass die Gruppe bisher keinen Kontakt seitens des Justizministeriums bezüglich einer offiziellen Anfrage hatte. Marktbeobachter werten die Rhetorik des Weißen Hauses teilweise als Taktik, um die Branche zu Preissenkungen zu bewegen, anstatt als Signal für eine unmittelbar bevorstehende Klage.

Gegenentwurf: "Trump Homes" als Lösung?

Parallel zum regulatorischen Druck diskutieren Branchenführer einen proaktiven Vorschlag, um die Krise der Erschwinglichkeit von Wohnraum zu entschärfen. Unter dem Arbeitstitel "Trump Homes" steht der Bau von bis zu einer Million Häusern für Einsteiger im Raum.

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Dieses Modell sieht vor, dass privates Kapital den Bau bezahlbarer Einheiten finanziert, wodurch Käufer schrittweise Eigenkapital aufbauen können. Obwohl das Weiße Haus mitteilte, dass der Plan aktuell nicht aktiv geprüft werde, verdeutlicht der Vorstoß den Versuch des Sektors, sich den politischen Zielen der Regierung anzupassen und regulatorische Spannungen abzubauen.

Finanzielle Lage bleibt solide

Trotz der politischen Turbulenzen präsentierte D.R. Horton zuletzt überzeugende operative Daten. Im ersten Geschäftsquartal übertraf das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 2,03 US-Dollar die Analystenschätzungen von 1,98 US-Dollar. Auch der Umsatz lag mit 6,89 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen, wenngleich dies einem Rückgang von 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Bewertung der Aktie liegt aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 14,2. Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods passten ihr Kursziel jüngst auf 163 US-Dollar an und belassen den Titel auf "Market Perform". Am 5. Februar handelte die Aktie zudem ex-Dividende für die geplante Quartalsausschüttung von 0,45 US-Dollar.

Für Anleger verschiebt sich der Fokus vorerst von den Quartalszahlen hin zur rechtlichen Lage in Washington. Entscheidend wird sein, ob die vorläufigen Prüfungen des DOJ in eine formale Untersuchung münden oder ob der Branchenvorschlag für erschwinglichen Wohnraum die regulatorischen Wogen glätten kann.

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