DocMorris geriet heute deutlich unter Druck, nachdem vorläufige Zahlen für 2025 veröffentlicht wurden. Trotz zweistelligen Umsatzwachstums reagierte der Markt mit einem Vormittagsverlust von über 10 %. Kann die angepasste Marketingstrategie die Profitabilität kurzfristig stabilisieren?

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:
- Außenumsatz: 1,19 Mrd. CHF (+11,1 % in Lokalwährung)
- Rx-Außenumsatz: 234,8 Mio. CHF (+33,2 % im Gesamtjahr; Q4-sequenziell +6,1 %)
- Non-Rx: Starkes Q4 mit +14,9 %
- TeleClinic: +124 % auf 24,9 Mio. CHF
- Aktive Kunden: 11,0 Mio.

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Schwächere Dynamik im Rx-Geschäft

Das Kernthema für die Kursreaktion ist die verlangsamte Wachstumsdynamik bei rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland. Zwar legte der Rx-Außenumsatz 2025 deutlich zu, im vierten Quartal fiel das sequenzielle Plus mit 6,1 % aber hinter den Markterwartungen zurück. Analysten hatten nach der flächendeckenden Einführung des E-Rezepts einen stärkeren Hebel erwartet; im Wettbewerbsvergleich wirkt DocMorris damit weniger dynamisch.

Profitabilität und Liquiditätsrisiko

Management und Markt betonen die Belastung der Profitabilität: Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) könnte 2025 höher negativ ausfallen als bisher prognostiziert. Ursache sind der anhaltend negative Cashflow im Rx-Geschäft und hohe Marketingkosten. Die Zürcher Kantonalbank weist darauf hin, dass ohne eine beschleunigte Wachstumsdynamik die Liquidität bis Ende 2027 unter Druck geraten könnte. Um die ausstehenden Wandelanleihen attraktiv bedienen zu können, wäre ein deutlich höherer Aktienkurs erforderlich.

Analysten und Ausblick

Die Bewertungen bleiben geteilt: Jefferies bestätigt „Buy“ mit einem Kursziel von 12 CHF und hebt das zweistellige OTC-Wachstum hervor; die Baader Bank mahnt trotz „Add“ zur Vorsicht und sieht das Rx-Geschäft als entscheidenden Faktor. Kurzfristig hängt die Erholung an zwei Größen: messbar stärkere Rx-Dynamik in den kommenden Quartalen und eine spürbare Margenverbesserung durch die angepasste Marketingstrategie.

Fazit: DocMorris muss in den nächsten Berichten konkrete Margenverbesserungen und anhaltendes Rx-Wachstum zeigen, um die eingetretene Vertrauenskerze zu drehen. Bleiben diese Effekte aus, bestehen anhaltende Kurs- und Liquiditätsrisiken bis Ende 2027.

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