DocMorris Aktie: Machtkampf um die Führung
Der größte Aktionär von DocMorris zieht die Reißleine. CEPD, das knapp 14 Prozent der Anteile hält und zur polnischen Pelion-Gruppe gehört, hat heute offiziell beantragt, den Verwaltungsrat der Online-Apotheke zur Generalversammlung am 12. Mai grundlegend umzugestalten. Die Aktie reagierte mit einem Kursplus von fast 5 Prozent.
98 Prozent Kursverlust in fünf Jahren
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Seit 2021 hat die DocMorris-Aktie rund 98 Prozent ihres Wertes eingebüßt — allein seit Anfang März dieses Jahres sind es weitere 23 Prozent, die den Titel auf ein neues Allzeittief gedrückt haben. CEPD macht dafür eine systematische Schwäche in der Strategieumsetzung und eine Serie von Prognosekorrekturen nach unten verantwortlich. Zuletzt senkte das Unternehmen am 19. März seine Mittelfristprognose erneut — ein Muster, das sich über mehrere Jahre hinzieht.
Im Kern wirft CEPD dem amtierenden Verwaltungsratspräsidenten Walter Oberhänsli vor, weder die nötige Rechenschaft übernommen noch die verfügbaren Wachstumschancen — darunter das E-Rezept und die Teleclinic-Plattform — in konkreten Unternehmenswert umgemünzt zu haben. Hinzu kommt ein gescheiterter Versuch einer strategischen Partnerschaft: Gespräche, die im Sommer 2025 aufgenommen wurden, soll der Verwaltungsrat einseitig abgebrochen haben.
Neues Führungspersonal mit Branchengewicht
Als designierten Nachfolger an der Spitze des Verwaltungsrats schlägt CEPD den früheren Celesio-Chef Fritz Oesterle vor. An seiner Seite soll Mariola Belina-Prazmowska einziehen, die im Management der Pelion-Gruppe für Strategie und Entwicklung verantwortlich zeichnet. Ergänzt wird das Kandidatenfeld durch vier weitere Profile mit Hintergrund in Gesundheitsregulierung, E-Commerce und Unternehmenstransformation — darunter ein Advisory Partner von Bain & Company sowie der Gründer und frühere CFO von Zooplus.
CEPD spricht sich explizit gegen die Wiederwahl von Oberhänsli aus und empfiehlt, zwei weitere vom aktuellen Verwaltungsrat nominierte Kandidaten abzulehnen. Gleichzeitig unterstützt der Großaktionär drei bislang amtierende oder von DocMorris vorgeschlagene unabhängige Mitglieder.
Der 3. März markiert dabei einen Wendepunkt in der Auseinandersetzung: Als DocMorris an diesem Tag eigene Kandidatenlisten veröffentlichte — ohne Abstimmung mit CEPD und ohne eine Änderung an der Vorsitzfrage — war für den Großaktionär offenbar die Grenze des Geduldsfadens erreicht. Der darauffolgend anhaltende Kursrückgang von über 23 Prozent dürfte die Position CEPDs nun zusätzlich stärken.
Ob der Umbau am 12. Mai tatsächlich gelingt, hängt auch von der Beteiligung der übrigen Aktionäre ab — CEPD hat ausdrücklich auf niedrige Anwesenheitsquoten vergangener Generalversammlungen hingewiesen und alle Aktionäre zur Teilnahme aufgerufen.
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