Diginex Aktie: Wende durch Millionen-Deal?
Strategische Allianzen, Übernahmen und ehrgeizige Umsatzziele: Der ESG-Spezialist Diginex liefert derzeit Schlagzeile auf Schlagzeile. Doch während das Unternehmen operativ massiv expandiert, verharrt der Aktienkurs in der Nähe der Tiefststände. Ignoriert der Markt das fundamentale Potenzial oder überwiegt die Skepsis gegenüber der Umsetzungskraft?
Offensive im Nahen Osten
Diginex verstärkt seine Präsenz in einer der aktuell dynamischsten Regionen für nachhaltige Finanzwirtschaft. Mit der Unterzeichnung der Abu Dhabi Sustainable Finance Declaration am 24. Februar 2026 integriert sich das Unternehmen tiefer in das Ökosystem des Abu Dhabi Global Market (ADGM). Dieser Schritt ist keineswegs reine Symbolpolitik, sondern strategisches Kalkül.
Der Zeitpunkt ist präzise gewählt: Am 30. Mai 2026 greifen im Rahmen des UAE Federal Climate Law neue Berichtspflichten. Unternehmen in der Region stehen unter Zugzwang, ihre Emissionen zu messen und Transformationspläne vorzulegen. Diginex positioniert sich hier als technologischer Dienstleister, um genau diese regulatorische Lücke zu schließen. Dass das ADGM-Ökosystem im Vorjahresvergleich um 42 Prozent gewachsen ist, unterstreicht das Marktpotenzial.
40 Millionen Dollar Umsatzziel
Noch konkreter wird das Wachstumspotenzial bei der jüngsten Allianz mit Resulticks. Die am 19. Februar 2026 verkündete Reseller-Partnerschaft zielt darauf ab, in den kommenden vier Jahren kumulierte Einnahmen von 40 Millionen US-Dollar zu generieren. Resulticks soll dabei die Diginex-Plattformen aktiv an seinen Großkundenstamm in Sektoren wie Technologie und Finanzdienstleistungen vertreiben.
Parallel dazu bereinigte das Management die Bilanzstruktur: Eine bestehende Finanzierung über 8 Millionen US-Dollar wurde neu geordnet, wobei Resulticks bis September 2026 feste Rückzahlungen leisten soll. Diese Maßnahmen flankieren die Diskussionen über eine mögliche Zusammenführung beider Unternehmen, deren Abschluss jedoch noch an die Sicherung einer mittel- bis langfristigen Fremdfinanzierung geknüpft ist.
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Umbau unter neuer Führung
Die aktuellen Meldungen sind Teil einer aggressiven Wachstumsstrategie seit Jahresbeginn. Nach der Übernahme von PlanA.earth im Januar für rund 55 Millionen Euro (größtenteils in Aktien) übernahm Lubomila Jordanova das Ruder als CEO. Ihre Aufgabe ist es nun, die zugekaufte Technologie zur CO₂-Bilanzierung mit der bestehenden Plattform zu verschmelzen und die Expansion voranzutreiben.
Die Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen indes die Diskrepanz zwischen Wachstum und Profitabilität: Während der Umsatz um 57 Prozent auf 2,04 Millionen US-Dollar kletterte, weitete sich auch der Verlust auf 5,21 Millionen US-Dollar aus.
Fazit: Der Markt wartet auf Beweise
Die Diskrepanz zwischen der Nachrichtenlage und dem Aktienkurs ist eklatant. Während das Management mit der Abu-Dhabi-Expansion und dem Resulticks-Deal fundamentale Weichen stellt, notiert das Papier weit entfernt von früheren Höchstständen. Für Anleger hängt nun alles davon ab, ob die anvisierten 40 Millionen Dollar Umsatz aus der Partnerschaft tatsächlich realisiert werden und ob Diginex von der nahenden Deadline für Klimaberichte im Mai 2026 finanziell profitieren kann.
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