Diginex hat im Januar mehrere Weichen neu gestellt – personell wie strategisch. Im Mittelpunkt stehen ein CEO-Wechsel und die abgeschlossene Übernahme von Plan A, mit der das Unternehmen sein ESG- und Carbon-Accounting-Angebot ausbauen will. Was steckt hinter dem Tempo bei Zukäufen und Partnerschaften?

  • Neue CEO: Lubomila Jordanova (seit Ende Januar)
  • Plan A-Deal: 3 Mio. Euro bar plus 6.720.317 Aktien (laut Unternehmensangaben rund 52 Mio. Euro)
  • Neue Anteilseigner: Visa und Deutsche Bank (im Zuge der Transaktion)

CEO-Wechsel: Jordanova übernimmt

Ende Januar ernannte Diginex Lubomila Jordanova zur neuen CEO. Sie war zuvor Gründerin und CEO von Plan A, einem Anbieter von Carbon-Accounting-Software. Der bisherige CEO Mark Blick wechselt in die Rolle des Strategic Advisor.

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Blick hatte Diginex unter anderem beim Nasdaq-Börsengang im Januar 2025 geführt und in dieser Zeit strategische Kundenbeziehungen unter anderem mit HSBC, Coca-Cola und Fitch Ratings aufgebaut.

Plan A-Übernahme: Erweiterung um KI-Dekarbonisierung

Bereits Mitte Januar meldete Diginex den Abschluss der Übernahme der PlanA.earth GmbH. Laut den Angaben zum Deal besteht die Gegenleistung aus 3 Millionen Euro in bar sowie 6.720.317 Diginex-Aktien im Wert von 52 Millionen Euro.

Inhaltlich verbindet Diginex damit seine ESG-Reporting-Plattform, die nach Unternehmensangaben 19 globale Berichtsstandards unterstützt, mit der KI-gestützten Dekarbonisierungstechnologie von Plan A. Durch die Transaktion wurden Visa und die Deutsche Bank zu neuen Anteilseignern.

Weitere Schritte: Remedy Project und Brasilien-Joint-Venture

Neben Plan A schloss Diginex Anfang Januar auch die Übernahme von The Remedy Project Limited ab, einer in Hongkong ansässigen Beratung für Menschenrechts-Due-Diligence in Lieferketten.

Außerdem unterzeichnete das Unternehmen eine Rahmenvereinbarung für ein Joint Venture mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Geplant ist eine digitale Infrastrukturplattform für ESG-Reporting und Dekarbonisierung im Agrarsektor, wobei ein Pilotprojekt zunächst den Rindfleischsektor adressieren soll.

Zum Umfeld verweist Diginex auf Branchenschätzungen, nach denen der Markt für ESG- und Nachhaltigkeitssoftware mit 20 bis 25 Prozent pro Jahr wachsen und bis 2030 ein Volumen von 80 bis 100 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Diginex positioniert sich dabei mit einer integrierten Plattform für ESG-Reporting, Carbon Accounting und Lieferkettentransparenz.

Als nächster konkreter Orientierungspunkt bleiben die im Januar kommunizierten Integrations- und Expansionsschritte: der CEO-Übergang, die Umsetzung der Plan-A-Integration sowie der Start des Brasilien-Pilotprojekts im Rindfleischsektor.

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