Diginex setzt alles auf Wachstum. Mit der Übernahme des Software-Spezialisten Plan A will das Unternehmen seine Position im Markt für Nachhaltigkeitssoftware massiv ausbauen. Doch der strategische Schachzug hat einen hohen Preis: Die Finanzierung des Deals geht fast vollständig zu Lasten der Bestandsaktionäre. Ist dies der notwendige Schritt zur Marktführerschaft oder eine gefährliche Wette auf Kosten der Anleger?

Massive Verwässerung für Aktionäre

Der Kaufpreis von insgesamt 55 Millionen Euro klingt zunächst nach einer starken Ansage. Ein Blick auf die Struktur des Deals offenbart jedoch die Kehrseite: Diginex zahlt lediglich 3 Millionen Euro in bar. Der Großteil der Summe – 52 Millionen Euro – wird durch die Ausgabe von rund 6,7 Millionen neuen Aktien beglichen. Diese Vorgehensweise schont zwar die Kasse des Unternehmens, führt aber zu einer erheblichen Verwässerung der bestehenden Anteile und belastet kurzfristig den Gewinn pro Aktie.

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Prominente Unterstützung

Strategisch sichert sich der Konzern durch den Zukauf Zugriff auf eine KI-gestützte Technologie zur CO2-Bilanzierung sowie eine hochkarätige Kundenbasis. Global Player wie BMW, Coca-Cola, Visa und die Deutsche Bank nutzen die Systeme bereits. Dass Visa und die Deutsche Bank im Zuge der Transaktion selbst Anteile erwerben, werten Marktbeobachter als wichtiges Vertrauenssignal. Das Ziel ist klar definiert: Diginex will einen dominanten Player in einem Markt formen, dessen Volumen bis 2030 auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Licht und Schatten in der Bilanz

Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 unterstreichen die aggressive Wachstumsstrategie. Zwar sprang der Umsatz um beeindruckende 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar, doch die Kosten für dieses Wachstum sind hoch. Der operative Verlust weitete sich im gleichen Zeitraum auf 6,0 Millionen US-Dollar aus. Positiv ist lediglich die aktuelle Schuldenfreiheit, die durch Einnahmen aus Optionsausübungen im Oktober gesichert wurde.

Charttechnik: Tiefer Fall

Der Blick auf den Aktienkurs zeigt die Skepsis des Marktes. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 40 US-Dollar hat das Papier rund 90 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell nur noch im Bereich von 4 US-Dollar. Die massive Ausgabe neuer Aktien dürfte den Kurs kurzfristig weiter deckeln, bis der Markt die Verwässerung vollständig eingepreist hat.

Der langfristige Erfolg der Investition hängt nun zwingend an der schnellen Integration von Plan A und dem Heben von Cross-Selling-Potenzialen bei den neuen Großkunden. Gelingt die Skalierung nicht schnell genug, drohen angesichts des weiterhin hohen operativen Kapitalverbrauchs ("Cash Burn") weitere Kapitalmaßnahmen.

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