Diginex Aktie: Plan-A-Übernahme
Diginex schließt die Übernahme des deutschen Climate-Tech-Unternehmens Plan A ab und erweitert damit sein Angebot im Bereich ESG-Datenmanagement und Carbon Accounting. Die Börse reagiert positiv, obwohl die Transaktion mit einer deutlichen Ausgabe neuer Aktien verbunden ist. Entscheidend wird nun, ob die Integration den erhofften Wachstumsschub bringt.
Die Fakten im Überblick
- Gesamtvolumen der Transaktion: rund 55 Millionen Euro
- Kaufpreisstruktur: 3 Millionen Euro in bar, Rest in Aktien
- Ausgabe von 6.720.317 neuen Diginex-Stammaktien
- Ehemalige Plan-A-Investoren (u.a. Visa, Deutsche Bank) werden Diginex-Aktionäre
- Plan A bringt eine KI-gestützte Carbon-Accounting-Plattform mit Blue-Chip-Kunden wie BMW ein
Im Handel legte die Aktie zeitweise um mehr als 3 % auf rund 2,34 Euro zu. Der Markt bewertet damit vor allem die strategische Erweiterung im RegTech- und ESG-Softwaresegment.
Transaktion und strategische Einordnung
Die heute gemeldete Finalisierung der bereits im Dezember angekündigten Übernahme vergrößert Diginex deutlich. Der größte Teil des Kaufpreises wird über neue Aktien bezahlt, was die Bilanz schont, aber den bestehenden Aktionärskreis verwässert.
Durch den Share-Deal rücken prominente Finanzinvestoren wie Visa und Deutsche Bank direkt in die Eigentümerstruktur auf. Das stärkt die Wahrnehmung des Unternehmens im institutionellen Umfeld.
Plan A steuert eine etablierte, KI-gestützte Plattform zur CO₂-Bilanzierung bei. Diese wird bereits von Großkunden wie BMW genutzt und adressiert insbesondere den Bedarf an automatisierten Emissions- und Nachhaltigkeitsreports.
Diginex plant, die eigenen Blockchain-basierten ESG-Lösungen mit den Emissions-Tracking-Tools von Plan A zu einer End-to-End-Lösung für die Anforderungen der europäischen CSRD-Berichtspflicht zu bündeln. Damit positioniert sich das Unternehmen breiter in einem Markt, der durch strengere Regulierungen und Lieferkettengesetze zusätzlichen Schub erhält.
Verwässerungseffekt und Kursreaktion
Auf Zwölfmonatssicht hat die Diginex-Aktie deutliche Verluste verzeichnet und steht weiterhin unter dem Eindruck einer bewegten Kurshistorie. Der im September 2025 umgesetzte 8-für-1-Aktiensplit sorgte zuvor für eine optische Verbilligung und sollte die Handelsliquidität verbessern.
Mit Kursen im Bereich von 2,30 bis 2,40 Euro stabilisiert sich die Aktie derzeit knapp oberhalb ihrer jüngsten Tiefststände. Dass der Kurs nach Bekanntgabe des Closings steigt, obwohl rund 6,7 Millionen neue Aktien ausgegeben werden, zeigt: Der Markt gewichtet den erwarteten Beitrag der Plan-A-Technologie höher als den kurzfristigen Verwässerungseffekt.
Parallel passt sich Diginex an einen Branchentrend an: Im ESG-Softwaremarkt kommt es vermehrt zu Übernahmen, kleinere Spezialisten werden von größeren Plattformanbietern integriert. Mit dem Zukauf von Plan A geht Diginex den Schritt vom Nischenangebot hin zu einer umfassenderen Plattform.
Nächste Schritte und Ausblick
In den kommenden Wochen rückt die operative Integration von Plan A in den Vordergrund. Drei Punkte werden dabei besonders wichtig sein:
- Angepasste Prognose: Ein aktualisiertes Guidance-Update für 2026, das die Konsolidierung von Plan A berücksichtigt, dürfte Aufschluss über die erwarteten Umsatz- und Wachstumseffekte geben.
- Lock-up-Regelungen: Die neuen Großaktionäre unterliegen marktüblichen Haltefristen. Ob Visa, Deutsche Bank und weitere Investoren über diese Fristen hinaus engagiert bleiben, wird ein wichtiges Signal für die langfristige Ausrichtung.
- Charttechnik: Aus technischer Sicht wäre ein nachhaltiger Ausbruch über die Zone um 2,50 Euro ein Hinweis auf eine abgeschlossene Bodenbildung nach der schwachen Kursentwicklung der vergangenen Monate.
Die Diginex-Aktie bleibt ein spekulativer Titel im Micro- bis Small-Cap-Segment. Mit dem Vollzug der Plan-A-Übernahme zeigt das Unternehmen jedoch klar, dass es seine Position im wachstumsstarken Markt für ESG- und RegTech-Lösungen ausbauen will und dafür gezielt auf Skalierung durch Zukäufe setzt.
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