Der DAX-Konzern steuert aktiv gegen die jüngste Kursschwäche. Während ein Milliarden-Rückkaufprogramm das Papier unweit des Jahrestiefs stützen soll, überrascht die Telekom mit einem Einstieg in den Verteidigungssektor. Doch regulatorische Signale aus Brüssel sorgen gleichzeitig für gemischte Gefühle bei Investoren bezüglich der zukünftigen Einnahmequellen.

Aktienrückkauf als Kursstütze

Das Timing für das laufende Aktienrückkaufprogramm könnte aus Sicht der Anteilseigner kaum wichtiger sein. Die Aktie notiert aktuell bei 26,99 Euro und damit in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief von 26,31 Euro. Um den Kurs zu stabilisieren und den Verwässerungseffekt früherer Kapitalerhöhungen auszugleichen, kauft der Konzern aggressiv eigene Anteile.

Die aktuellen Fakten zum Rückkauf:

  • Volumen: Rund 4,7 Millionen Aktien seit Jahresbeginn zurückgekauft
  • Investition: Allein letzte Woche flossen 44,8 Millionen Euro in eigene Papiere
  • Durchschnittskurs: Zuletzt 26,93 Euro
  • Gesamtprogramm 2026: Bis zu 2 Milliarden Euro geplant

Die zurückgekauften Aktien sollen überwiegend eingezogen werden. Dies reduziert die Anzahl der umlaufenden Papiere und erhöht rechnerisch den Gewinn pro verbleibender Aktie, was den Titel fundamental attraktiver macht.

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Überraschender Einstieg in Defense-Tech

Strategisch betritt die Deutsche Telekom Neuland. Über ihr Investmentvehikel T.Capital hat sich das Unternehmen an Quantum Systems beteiligt, einem führenden Münchner Hersteller von autonomen Überwachungsdrohnen. T-Systems-Vorstand Ferri Abolhassan begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, kritische Infrastrukturen besser zu schützen. Der Konzern positioniert sich damit als Technologiepartner für Behörden und Militär in einem geopolitisch angespannten Umfeld – ein Sektor, der aktuell hohe Wachstumsraten verspricht.

Brüssel liefert Licht und Schatten

Auf regulatorischer Ebene zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Der von der EU-Kommission vorgelegte „Digital Networks Act“ verspricht zwar Planungssicherheit: Künftig sollen Frequenzlizenzen unbefristet vergeben werden, was die langfristige Kalkulation von Netzinvestitionen erheblich erleichtert. Dies unterstützt auch die Prognose der Ratingagentur Fitch, die ab 2026 aufgrund sinkender Kapitalintensität mit steigenden Free Cashflows im Sektor rechnet.

Ein wichtiger Wunsch der Telekom bleibt jedoch unerfüllt. Die Forderung, dass US-Tech-Giganten wie Google oder Meta sich an den Netzkosten beteiligen („Fair Share“), findet im Gesetzentwurf keinen verbindlichen Niederschlag. Stattdessen setzt die EU lediglich auf freiwillige Kooperationsmechanismen.

Spannend wird es am 26. Februar 2026, wenn der Konzern seine Quartalszahlen vorlegt. Angesichts der Stabilisierungsversuche durch Aktienrückkäufe und der neuen strategischen Ausrichtung wird sich zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Aktie nachhaltig vom Jahrestief zu lösen und den seit Jahresanfang bestehenden Verlust von knapp 3 Prozent aufzuholen.

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