Deutsche Telekom Aktie: Hängepartie im Vorstand
Der Bonner Telekommunikationsriese glänzt operativ mit starken Zahlen aus den USA und einem laufenden milliardenschweren Aktienrückkauf. An der Börse sorgte zum Wochenausklang allerdings eine ungelöste Personalie für leichte Verstimmung. Die langwierige Suche nach einem neuen Technik-Vorstand weckt bei Anlegern erste Zweifel an der nahtlosen strategischen Umsetzung des weiteren Netzausbaus.
Diese Unsicherheit spiegelte sich am Freitag in einem moderaten Kursrückgang wider. Das Papier verabschiedete sich mit einem Minus von 1,28 Prozent bei 31,61 Euro ins Wochenende. Angesichts eines starken Jahresauftakts mit einem Wertzuwachs von über 13 Prozent seit Januar nahmen Investoren die Verzögerung bei der Neubesetzung des CTO-Postens offenbar als Anlass für Gewinnmitnahmen. Marktbeobachter verweisen darauf, dass ein Vakuum an dieser Stelle die technologische Transformation, insbesondere den 5G-Ausbau, verlangsamen könnte. Ein extrem hoher RSI-Wert von 96,2 signalisierte zudem ohnehin eine stark überkaufte Marktsituation, die eine kleine Konsolidierung begünstigte.
Fundamentaldaten stützen den Kurs
Abseits der personellen Vakanz präsentiert sich das operative Geschäft äußerst robust. Als verlässlicher Ertragsbringer fungiert weiterhin die Tochtergesellschaft T-Mobile US, deren Liquiditätszuflüsse dem Gesamtkonzern Spielraum für Investitionen und Aktionärsausschüttungen geben. Die Commerzbank bestätigte erst am Dienstag ihre Einstufung auf „Starker Kauf“. Analysten kalkulieren für das laufende Jahr im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie von 2,18 Euro. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,5 gilt der Titel im historischen Vergleich als moderat bewertet.
Flankiert wird diese Stabilität durch aktive Kurspflege. Seit Januar hat das Unternehmen bereits über 15,5 Millionen eigene Anteile erworben. Parallel dazu soll eine am Donnerstag verkündete neue Vertriebspartnerschaft mit der VIDINEXT AG die Marktdurchdringung im Heimatmarkt weiter erhöhen und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen.
Der nächste wichtige Termin für Aktionäre steht bereits am kommenden Mittwoch an. Auf der Hauptversammlung am 1. April wird die formelle Verabschiedung der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen. Präsentiert der Aufsichtsrat bis dahin oder zeitnah danach eine überzeugende Nachfolgelösung für das Technik-Ressort, rückt das intakte fundamentale Wachstum schnell wieder in den Fokus der Anleger.
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