Deutsche Telekom Aktie: Analyst knöpft sich die Aktie vor!
JPMorgan hat die Deutsche Telekom von der prestigeträchtigen „Analyst Focus List" geworfen und das Kursziel um über 10 Prozent auf 39 Euro gekappt. Die Begründung: Das Umsatzwachstum lahmt, die guten Zahlen kommen vor allem durch Kostensenkungen zustande. Doch trotz dieser deutlichen Herabstufung hält die US-Großbank am „Overweight"-Rating fest. Wie passt das zusammen? Und was bedeutet das für die weitere Kursentwicklung?
Die Fakten: Kostenkiller statt Wachstumsstory
Analyst Akhil Dattani macht in seiner Analyse keinen Hehl aus dem Kernproblem: Die Deutsche Telekom wächst beim Umsatz derzeit nur mäßig. Das operative Ergebnis sieht dennoch solide aus – allerdings weniger wegen dynamischer Expansion, sondern vielmehr durch konsequentes Sparen.
Die wichtigsten Eckdaten zur Neubewertung:
- Neues Kursziel: 39,00 Euro (zuvor 43,50 Euro)
- Kursziel-Reduktion: -10,3 Prozent
- Rating: Weiterhin „Overweight"
- Konsens-Kursziel aller Analysten: 39,54 Euro
- Aktueller Kurs: 27,80 Euro
- Theoretisches Aufwärtspotenzial: Rund 40 Prozent
Diese Zahlen offenbaren einen Widerspruch: Einerseits die deutliche Kappung des Kursziels, andererseits das bekräftigte Kaufvotum. Was also hat JPMorgan im Blick, das die aktuelle Schwäche überwiegt?
2026: Das Jahr der Mega-Konsolidierung?
Der Schlüssel zur Investmentthese liegt in der Zukunft. JPMorgan prognostiziert für 2026 eine umfassende Konsolidierungswelle im europäischen Telekommunikationssektor. Die Deutsche Telekom zählt die Bank zu den Hauptprofiteuren dieser Marktbereinigung – gemeinsam mit Orange, Bouygues und BT Group.
Die Logik dahinter: Wenn kleinere Wettbewerber verschwinden oder übernommen werden, steigt die Preissetzungsmacht der großen Player. Das könnte den Druck auf die Margen verringern und das Umsatzwachstum wieder ankurbeln. Die aktuelle Phase der Kostendisziplin würde die Deutsche Telekom dann mit einer gestärkten Wettbewerbsposition und schlanken Strukturen verlassen.
Doch bis dahin bleibt die Frage: Reicht die Sparstrategie aus, um die Zahlen zu stützen?
US-Tochter glänzt mit aggressiver Expansion
Während in Europa Zurückhaltung herrscht, fährt T-Mobile US eine offensive Strategie. Im dritten Quartal gewann die US-Tochter über 1 Million neue Vertragskunden – deutlich mehr als die erwarteten 841.000.
Zum „Black Friday" 2025 zündete T-Mobile US regelrecht ein Feuerwerk: Vier Leitungen für je 25 Dollar inklusive neuer iPhones. Analysten bezeichnen diese Promotions als die aggressivsten am gesamten Markt. Das Ziel ist klar: Marktanteile gewinnen, koste es, was es wolle.
Der Haken: Diese Rabattschlacht setzt die gesamte Branche unter Margendruck. Was kurzfristig Kunden bringt, kostet mittelfristig Profitabilität. Für die Deutsche Telekom als Mutterkonzern bedeutet das: Das US-Geschäft liefert zwar Wachstum, aber zu welchem Preis?
Analysten im Clinch: 36 oder 42 Euro?
Die Bewertungen der großen Finanzhäuser driften auseinander. Die Deutsche Bank zeigt sich mit einem Kursziel von 42 Euro deutlich optimistischer als JPMorgan. Die UBS hingegen sieht mit 36,10 Euro noch weniger Potenzial.
Mit 39 Euro positioniert sich JPMorgan nun im mittleren Bereich – knapp unter dem Analystenkonsens von 39,54 Euro. Diese Spreizung zeigt: Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung ist hoch. Wird die Kosteneffizienz ausreichen? Kommt die Konsolidierung wirklich? Und was macht der Margendruck aus den USA?
Markt ignoriert die Warnung
Bemerkenswert ist die Reaktion der Anleger: Die Aktie legte am Freitag um 0,91 Prozent zu und schloss bei 27,80 Euro. Der Markt scheint die Kurszielkappung bereits eingepreist oder schlicht ignoriert zu haben. Das Vertrauen in die langfristige Story überwiegt offenbar die kurzfristigen Fundamentalsorgen.
Mit einem Abstand von über 22 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 35,78 Euro bleibt allerdings reichlich Luft nach oben – wenn die Konsolidierungsthese aufgeht. Bis dahin dürfte die Deutsche Telekom vor allem eines sein: ein geduldiges Investment für jene, die an die Neuordnung des europäischen Telekommarkts glauben.
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