Deutsche Bank Aktie: Wichtige Unterstützung fällt
Die Euphorie im europäischen Bankensektor ist verflogen und einer spürbaren Nervosität gewichen. Die Deutsche Bank Aktie rutschte zur Wochenmitte unter eine entscheidende charttechnische Marke, was den Verkaufsdruck zusätzlich erhöhte. Doch was steckt hinter dem plötzlichen Stimmungsumschwung: Handelt es sich um eine überfällige Korrektur oder droht Ungemach von politischer Seite?
- Schlusskurs: 31,89 € (Mittwoch)
- Wochentrend: Verlust von 5,43 % in den letzten 7 Tagen
- Technisches Signal: Unterschreiten der 50-Tage-Linie (32,50 €)
Charttechnisches Warnsignal
Der jüngste Kursrückgang hat das Chartbild kurzfristig eingetrübt. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 31,89 Euro fiel das Papier unter den viel beachteten 50-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 32,50 Euro verläuft. Dieser Bruch gilt unter technischen Analysten als Warnsignal und löste weitere Verkäufe aus. Der Abstand zum erst Ende Dezember markierten 52-Wochen-Hoch hat sich damit auf fast 20 Prozent vergrößert.
Zins- und Zollsorgen belasten
Verantwortlich für die Abwärtsdynamik sind jedoch nicht unternehmensspezifische Nachrichten, sondern makroökonomische Faktoren. Aussagen von Bundesbankpräsident Joachim Nagel ließen Anleger aufhorchen: Die Unsicherheit über mögliche neue US-Zölle könnte direkte Auswirkungen auf den künftigen Zinspfad der Europäischen Zentralbank (EZB) haben.
Für Finanzinstitute wie die Deutsche Bank ergibt sich daraus eine ungünstige Gemengelage. Zum einen könnten Zölle das allgemeine Wirtschaftswachstum und damit das Kreditgeschäft bremsen. Zum anderen dämpft die unklare EZB-Strategie die Zinsfantasie, die den Sektor zuletzt noch angetrieben hatte.
Nervosität vor Davos
Die defensive Haltung der Marktteilnehmer wird durch den bevorstehenden Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos verstärkt. In diesem unsicheren Umfeld finden positive operative Meldungen kaum Gehör. So fungiert die Deutsche Bank im Januar 2026 zwar als Stabilisierungskoordinator bei großen Anleiheemissionen, etwa für den Euro-Rettungsschirm EFSF, doch dieser operative Erfolg kann die Sorgen um die politischen Rahmenbedingungen aktuell nicht kompensieren.
Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob die Bullen den Widerstand bei 32,50 Euro zeitnah zurückerobern können. Sollte sich die Schwäche fortsetzen und der Kurs nachhaltig unter diesem Niveau verharren, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 29,21 Euro als nächste relevante Auffanglinie in den Fokus.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








