Ethereum steht unter enormem Verkaufsdruck und ist deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar gefallen. Auslöser für den drastischen Kursrutsch sind aggressive Notverkäufe eines großen Krypto-Fonds, die den Markt mit Liquidität überschwemmen. Während die Angst vor weiteren Kreditausfällen umgeht, zeigen sich fundamentale Akteure im Netzwerk jedoch unbeeindruckt von der Panik.

Fonds-Liquidation löst Lawine aus

Verantwortlich für den jüngsten Kurssturz ist primär der Krypto-Fonds Trend Research. Um Kreditverpflichtungen nachzukommen, warf das Unternehmen am 6. Februar innerhalb eines Zeitfensters von nur zehn Stunden rund 170.033 ETH auf den Markt. Dies entspricht einem Gegenwert von etwa 322,5 Millionen US-Dollar. Dieser massive Abverkauf war Teil einer breiteren Deleveraging-Kampagne, bei der im Wochenverlauf insgesamt über 188.500 ETH veräußert wurden.

Das Problem für den Markt ist jedoch noch nicht gelöst: Trend Research hält nach aktuellen Daten weiterhin eine signifikante Position von rund 293.121 ETH. Dieser Bestand wirkt wie ein Damoklesschwert auf dem Kurs. Analysten schätzen, dass die neuen Liquidationsschwellen des Fonds nun im Bereich von 1.562 bis 1.698 US-Dollar liegen. Sollte Ethereum in diese Zone abrutschen, drohen weitere zwangsweise Verkäufe.

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Strategiewechsel bei ENS Labs

Abseits der preistreibenden Turbulenzen gibt es fundamentale Neuigkeiten zur Infrastruktur. ENS Labs kündigte am 6. Februar überraschend an, die Entwicklung des eigenen Layer-2-Netzwerks "Namechain" einzustellen. Stattdessen wird das kommende ENSv2-Upgrade direkt auf dem Ethereum-Mainnet implementiert.

Begründet wird dieser Schritt mit den massiv gesunkenen Transaktionskosten (Gas Fees) auf Layer 1, die im letzten Jahr um 99 Prozent gefallen sind. Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin lobte die Entscheidung als "klug". Dies deckt sich mit seiner jüngsten Kritik an generischen Layer-2-Lösungen, die oft nur bestehende Umgebungen kopieren, ohne echten Mehrwert zu bieten.

Institutionelle Anleger halten Positionen

Trotz der Kapitulation auf Fondsebene und bei Privatanlegern bleiben strategische Firmeninvestoren standhaft. Bit Digital (Nasdaq: BTBT) bestätigte in seinem Januar-Update, dass das Unternehmen weiterhin 155.239 ETH in der Bilanz hält. Rund 89 Prozent dieser Bestände sind im Staking eingesetzt, um laufende Erträge zu generieren. Die Daten vom 6. Februar zeigen, dass Bit Digital trotz des Markteinbruchs nicht von seiner Strategie abweicht.

Kritische Marken im Fokus

Die technische Lage bleibt angespannt, nachdem Ethereum am Freitag um über 15 Prozent eingebrochen ist und nun am 52-Wochen-Tief notiert. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 1.796 US-Dollar. Sollte diese Marke fallen, warnen Analysten vor einem weiteren Abrutsch in Richtung 1.670 US-Dollar, getrieben durch die Liquidationsrisiken großer On-Chain-Akteure. Eine Stabilisierung ist erst in Sicht, wenn der Kurs die Zone von 2.000 US-Dollar zurückerobert.

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