DAX: US-Jobdaten bremsen Aufwärtsdrang
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Mittwoch von zwei Seiten: Zunächst schien der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zu gelingen, doch dann machten robuste US-Arbeitsmarktdaten den Bullen einen Strich durch die Rechnung. Am Ende stand ein Minus von 0,53 Prozent auf 24.856 Punkte zu Buche.
Zinshoffnungen schwinden
Die Ursache für die Kehrtwende liegt jenseits des Atlantiks. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft stieg im Januar unerwartet kräftig. Für die Konjunktur ist das zunächst ein positives Signal. Doch die Kehrseite: Die starken Daten nehmen der US-Notenbank Fed den Druck, die Zinsen zu senken. Ralf Umlauf von der Helaba bringt es auf den Punkt: Die Zinssenkungserwartungen dürften einen Dämpfer bekommen. Peter Graf von Amova Asset Management sieht den designierten Fed-Chef Kevin Warsh in einer schwierigen Lage – es werde noch komplizierter, die Mitglieder von Zinssenkungen zu überzeugen.
Einzelwerte prägen das Bild
Während der DAX insgesamt schwächelte, lieferte Siemens Energy eine Glanzleistung ab. Die Aktie schoss um 8,4 Prozent nach oben und markierte ein Rekordhoch. Der Energietechnikkonzern profitiert weiter von hoher Stromnachfrage und legte robuste Quartalszahlen vor. Mit einem Plus von knapp 36 Prozent seit Jahresbeginn ist der Titel der klare Favorit im Leitindex.
Deutlich schwerer tat sich die Commerzbank-Aktie, die auf den tiefsten Stand seit Ende November fiel und mit einem Minus von 2,0 Prozent schloss. Zwar waren die Quartalszahlen grundsätzlich gut, doch die Erwartungen einiger Großinvestoren lagen noch höher, erklärt Aktienexperte Andreas Lipkow.
Die Deutsche Telekom-Aktie erlebte eine Berg- und Talfahrt. Grund waren die Zahlen der US-Tochter T-Mobile US, die beim Umsatz überzeugte, beim Barmittelzufluss für 2026 aber leicht enttäuschte. Am Ende stand ein Plus von 0,6 Prozent.
Besonders schwer erwischte es Nebenwerte
Im Nebenwerte-Index SDAX brach Gerresheimer regelrecht ein. Der Verpackungshersteller verschob erneut seinen Geschäftsbericht und schockte mit neu aufgedeckten Bilanzierungsproblemen. Die Aktie verlor über 31 Prozent. DZ-Bank-Analyst Sven Kürten sieht das Investorenvertrauen als völlig zerstört an.
Auf der Gewinnerseite brillierte SCHOTT Pharma mit einem Plus von 6,4 Prozent nach einem überraschend starken Start ins neue Geschäftsjahr. Verbio legte sogar fast 10 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank eine Kaufempfählung aussprach und von einem verbesserten regulatorischen Umfeld für Biokraftstoffe ausgeht.
Der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 1,07 Prozent auf 31.619 Punkte nach. Besser hielt sich der EuroStoxx 50, der nur 0,19 Prozent auf 6.036 Punkte verlor – einen Tag nach seinem Rekordhoch. Die Leitindices in Großbritannien und der Schweiz konnten zulegen.
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