D-Wave Quantum hat eine neue Podcast-Reihe angekündigt und gleichzeitig eine Übernahme für 550 Millionen Dollar abgeschlossen. Die Aktie notiert trotzdem weit unter ihrem Jahreshoch — ein Spiegelbild der Diskrepanz zwischen strategischen Fortschritten und dem, was Anleger derzeit honorieren.

Podcast, Übernahme, aber schwache Quartalszahlen

Am 24. März 2026 kündigte D-Wave die Podcast-Serie „Quantum Matters" an, die ab dem 7. April 2026 erscheinen soll. Moderiert von Murray Thom, Vice President of Quantum Technology Evangelism, soll das Format zeigen, wie Unternehmen aus Branchen wie Fertigung, Luft- und Raumfahrt oder Biowissenschaften Quantencomputing bereits praktisch einsetzen.

Strategisch bedeutsamer ist die abgeschlossene Übernahme von Quantum Circuits. D-Wave zahlte dafür 550 Millionen Dollar — 300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar. Das Unternehmen demonstrierte zudem erstmals eine skalierbare, chipintegrierte kryogene Steuerung von Gate-Modell-Qubits, was den Verkabelungsaufwand bei größeren Systemen erheblich reduziert.

Die Finanzzahlen liefern ein gemischtes Bild. Der Jahresumsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, bei einer Bruttomarge von 83 Prozent. Im vierten Quartal 2025 blieb der Umsatz mit 2,75 Millionen Dollar jedoch 26 Prozent unter der Analystenerwartung von 3,72 Millionen Dollar. Auch beim Verlust je Aktie verfehlte D-Wave die Prognose.

Insider-Verkäufe und Kursdruck

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Die Aktie verlor seit Jahresbeginn 2026 rund 37,6 Prozent an Wert. Innerhalb der vergangenen 52 Wochen schwankte der Kurs zwischen 5,77 und 46,75 Dollar. Hinzu kommt eine Verwässerung: Die Gesamtaktienzahl wuchs im vergangenen Jahr um 27 Prozent.

Drei Insider verkauften zuletzt Aktien im Gesamtwert von rund 1,74 Millionen Dollar. CFO John Markovich trennte sich von 10.706 Aktien, Chief Legal Officer Diane Nguyen von 2.532 Aktien — beide Transaktionen dienten laut SEC-Meldungen ausschließlich der Deckung von Steuerverbindlichkeiten aus dem Vesting von Aktienprämien, keine davon war ein freiwilliger Verkauf. Direktor Rohit Ghai verkaufte am 16. März 10.000 Aktien, ohne dass eine steuerliche Begründung angegeben wurde.

Was Analysten erwarten

Trotz des Kursrückgangs bleibt die Stimmung unter Analysten konstruktiv. Evercore ISI senkte das Kursziel leicht von 44 auf 42 Dollar, hält aber an der Outperform-Einstufung fest. Auf Basis von 14 Analystenbewertungen trägt die Aktie aktuell ein „Strong Buy"-Konsensurteil.

Ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist, wird sich am 20. Mai 2026 nach Börsenschluss zeigen — dann legt D-Wave die nächsten Quartalszahlen vor. Verzögerungen beim Gate-Modell-Programm gelten als zentrales Risiko. Konkrete Fortschritte auf diesem Weg dürften entscheidend dafür sein, ob die aktuelle Bewertung am Markt wieder Rückhalt findet.

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