D-Wave Quantum startet mit einem starken Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem Kursplus von über 250 % im Jahr 2025 gehört der Titel zu den auffälligsten Tech-Werten am Markt. Parallel dazu nehmen Bewertungsfragen und Warnungen vor Übertreibungen deutlich zu.

  • Kursplus 2025: über 250 %
  • Konsensrating: „Moderate Buy“
  • Durchschnittliches Kursziel: 38,75 US-Dollar (gegenüber rund 26 US-Dollar)
  • Bewertungskennzahl: Kurs-Umsatz-Verhältnis > 300x
  • Marktkapitalisierung: knapp 10 Mrd. US-Dollar bei 3,7 Mio. US-Dollar Quartalsumsatz

Optimistische Analysten und Event-Fantasie

Die Analystenstimmung bleibt überwiegend positiv. Der Konsens liegt bei „Moderate Buy“, mehrere Häuser sehen weiteres Potenzial:

  • Jefferies: Kaufempfehlung, Kursziel 45 US-Dollar
  • Mizuho: Outperform, Kursziel 46 US-Dollar
  • Wedbush: Outperform, Kursziel 35 US-Dollar
  • B. Riley: Kurszielanhebung von 22 auf 33 US-Dollar

Im Mittel ergibt sich daraus ein Kursziel von 38,75 US-Dollar und damit ein deutlicher Abstand zum aktuellen Niveau um 26 US-Dollar.

Auf der Newsseite sorgte vor allem die Ankündigung des Auftritts auf der CES 2026 in Las Vegas am 7.–8. Januar für Aufmerksamkeit. Nach der Mitteilung am 22. Dezember legte die Aktie zeitweise um mehr als 17 % zu. D-Wave will dort seine annealing-basierten Quantencomputer und hybride Quantum-Classical-Lösungen präsentieren.

Als weiterer Katalysator gilt die hauseigene Qubits-2026-Konferenz am 27.–28. Januar in Boca Raton, Florida. Geplant sind unter anderem:

  • Aktualisierte Technologie-Roadmaps für Annealing und Gate-basierte Ansätze
  • Praxisberichte von Unternehmenskunden
  • Fortschrittsupdates zu hybriden Quantum-Classical-Architekturen
  • Einblicke in staatliche und Defense-Anwendungen

Damit richtet sich der Fokus klar auf technologische Positionierung und frühe kommerzielle Nutzungsszenarien.

Hohe Bewertung, steigende Verluste

Dem starken Kursanstieg steht eine sehr ambitionierte Bewertung gegenüber. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal 2025 Erlöse von 3,7 Mio. US-Dollar, wächst damit zwar rund 100 % gegenüber dem Vorjahr, erreicht aber bereits eine Marktkapitalisierung von etwa 9,8 Mrd. US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 300.

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Finanzüberblick

  • Marktkapitalisierung: rund 9,8 Mrd. US-Dollar
  • Umsatz Q3 2025: 3,7 Mio. US-Dollar
  • Umsatzwachstum (YoY): ca. 100 %
  • Barmittelbestand: über 836 Mio. US-Dollar
  • Mitarbeiter: 220

Die hohe Liquidität verschafft dem Unternehmen nach aktuellem Stand einen langen finanziellen Atem. Gleichzeitig weiten sich die bereinigten EBITDA-Verluste aus, da die operativen Aufwendungen weiter steigen.

Mehrere Marktbeobachter sehen in solchen Bewertungsniveaus eine Parallele zu früheren Übertreibungsphasen im Technologiesektor. In Prognosen für 2026 wird explizit vor einer möglichen „Quantum-Computing-Blase“ gewarnt, da Anbieter wie D-Wave, IonQ und Rigetti zu Multiples gehandelt werden, die sich in früheren Technologiewellen langfristig nicht halten ließen.

Gemischte Signale von Großinvestoren und Insidern

Auf der institutionellen Seite zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Neue SEC-Meldungen dokumentieren teils kräftige Aufstockungen, aber auch deutliche Reduktionen:

  • Vanguard Group: +11,2 Mio. Aktien (+41,2 %)
  • UBS Group: +10,2 Mio. Aktien (+541,6 %)
  • BlackRock: +3 Mio. Aktien (+12,8 %)
  • Bank of America: −9,3 Mio. Aktien (−63,3 %)

Parallel dazu haben Mitglieder des Managements im Kursanstieg nennenswerte Bestände veräußert. Unter den Verkäufern finden sich unter anderem CEO Alan Baratz und CFO John Markovich. Die Insideraktivität ist damit klar von Verkäufen geprägt.

Extreme Schwankungen im Chartbild

Das Kursverhalten spiegelt den spekulativen Charakter des Titels wider. Nach einem Allzeithoch bei 46,75 US-Dollar im Oktober 2025 folgten schnelle Rücksetzer. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 3,74 bis 46,75 US-Dollar.

Mit einem Beta von 1,56 reagiert die Aktie überdurchschnittlich stark auf Marktbewegungen. Kurzfristige Ausschläge in beide Richtungen bleiben damit ein zentrales Merkmal des Papiers.

Langsame Kommerzialisierung trotz technologischem Vorsprung

Auf der geschäftlichen Seite gewinnt D-Wave schrittweise Kunden hinzu. Mehr als 100 Organisationen nutzen nach Unternehmensangaben bereits die Plattform. Anwendungen finden sich unter anderem in:

  • Fertigung
  • Logistik
  • Telekommunikation
  • Pharma
  • Öffentliche Sicherheit

Das Geschäftsmodell ruht auf drei Säulen: Quantum Computing as a Service (QCaaS), Beratungsleistungen und Systemverkäufe. Damit adressiert das Unternehmen verschiedene Erlösquellen, die mit steigender Unternehmensadoption an Bedeutung gewinnen sollen.

Im laufenden Jahr steht D-Wave vor der Aufgabe, sein technologisches Profil in messbare Umsätze und einen belastbaren Wachstumspfad zu übersetzen – und das vor dem Hintergrund sehr anspruchsvoller Bewertungsniveaus und einer zunehmend kritischen Diskussion über die Nachhaltigkeit der aktuellen Quantum-Computing-Bewertungen.

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