D-Wave Quantum startet mit einem Spagat ins Jahr: Die Q4-Zahlen verfehlten die Erwartungen, gleichzeitig liefern starke Bookings und eine große Übernahme neue Argumente für die Wachstumsstory. Genau hier liegt der Knackpunkt: Reicht das Momentum, um die ambitionierte Bewertung zu untermauern?

Q4 verfehlt Erwartungen – 2025 wächst stark, Cashflow bleibt Schwachpunkt

D-Wave legte den Q4-Bericht Ende Februar vor und blieb bei Umsatz und Ergebnis unter den Schätzungen. Der Umsatz lag bei 2,8 Mio. US-Dollar, erwartet wurden rund 3,7 Mio. US-Dollar. Beim bereinigten (Non-GAAP) Ergebnis meldete das Unternehmen einen Verlust von 0,09 US-Dollar je Aktie, nach einer Konsensschätzung von minus 0,06 US-Dollar.

Auf Jahressicht fällt das Bild freundlicher aus. Für 2025 weist D-Wave einen Umsatz von 24,6 Mio. US-Dollar aus, das entspricht einem Plus von 179% gegenüber dem Vorjahr. Der Bruttogewinn stieg laut Unternehmen um 265%. Gleichzeitig nahm der Mittelabfluss zu: Der freie Cashflow lag 2025 bei minus 75,8 Mio. US-Dollar – das sind 69% mehr Cashburn als 2024.

Bei den Bookings, die als Frühindikator für künftige Umsätze gelten, gab es dagegen einen Dämpfer: Sie fielen 2025 um 22% auf 18,7 Mio. US-Dollar.

Aktie hält sich – Kursziele runter, Wachstums-Ausblick stützt

Trotz eines spürbaren Rücksetzers am Freitag schloss die Aktie die vergangene Woche insgesamt mit einem Plus von 4%. Im selben Zeitraum verlor der S&P 500 0,4%, der Nasdaq Composite 1%.

Nach den Zahlen senkten Evercore ISI und Mizuho ihre Kursziele, was den Abgabedruck nach dem Bericht mit ausgelöst haben dürfte. Stabilisiert wurde die Stimmung durch Aussagen des Managements: D-Wave rechnet mit stärkerem Wachstum in der zweiten Jahreshälfte.

Zusätzlichen Rückenwind für den Sektor brachte laut Bericht auch IonQ: Deren Quartalszahlen fielen deutlich besser aus als erwartet und sorgten für Kaufinteresse bei Quantencomputing-Aktien insgesamt.

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Zum Wochenstart handelt D-Wave bei etwa 18,61 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 7,01 Mrd. US-Dollar.

Übernahme und Bookings: Zwei wichtige Signale für 2026

Strategisch setzte D-Wave früh 2026 ein Ausrufezeichen mit dem Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits. Der Kaufpreis beträgt 550 Mio. US-Dollar und setzt sich aus 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien sowie 250 Mio. US-Dollar in bar zusammen. Quantum Circuits arbeitet an fehlertoleranten, supraleitenden Gate-Model-Systemen. D-Wave erwartet, dass die Kombination der Technologien die kommerzielle Produkt-Roadmap im Gate-Model-Bereich beschleunigt.

Noch auffälliger sind die aktuellen Nachfrage-Signale: Allein im Januar 2026 meldete D-Wave mehr als 30 Mio. US-Dollar an Bookings, inklusive eines Enterprise-QCaaS-Vertrags im zweistelligen Millionenbereich. Bis zum 25. Februar lagen die Bookings seit Jahresbeginn im ersten Quartal bereits bei über 32,8 Mio. US-Dollar.

Parallel baut das Unternehmen den Fokus auf den öffentlichen Sektor aus. Dafür wurde eine neue Geschäftseinheit gegründet, die die Nutzung der Produkte und Services in der US-Regierung vorantreiben soll. Die Leitung übernimmt Jack Sears Jr., der mehr als 25 Jahre Erfahrung mit Wachstumsstrategien für Unternehmen im Umfeld der US-Bundesbehörden (u.a. Verteidigung und Luft- und Raumfahrt) mitbringt.

D-Wave verfügte Ende 2025 über 635,3 Mio. US-Dollar an Cash und Cash-Äquivalenten sowie weitere 249,1 Mio. US-Dollar an handelbaren Wertpapieren – insgesamt also gut 884 Mio. US-Dollar Liquidität.

Im Blick bleibt damit vor allem die Bewertung: Bei 24,6 Mio. US-Dollar Umsatz 2025 entspricht das einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260. Der nächste Quartalsbericht ist für den 20. Mai 2026 angesetzt.

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