BioNTech hat die Übernahme des langjährigen mRNA-Mitbewerbers CureVac abgeschlossen. Mit dem Vollzug der Transaktion verliert CureVac seine Eigenständigkeit, gleichzeitig entsteht ein deutlich stärker gebündelter Akteur im Bereich genetischer Medizin. Was bedeutet dieser Schritt für die Struktur des mRNA‑Marktes?

Übernahme im Detail

Die Transaktion wurde am 6. Januar 2026 vollzogen und erfolgt vollständig in Aktien. Der Deal hat ein Volumen von rund 1,25 Milliarden US‑Dollar und schließt einen Prozess ab, der Mitte 2025 mit der Unterzeichnung der endgültigen Vereinbarung begonnen hatte.

Mit der Übernahme endet die Zeit von CureVac als eigenständiges Unternehmen. Zugleich werden langwierige Patentstreitigkeiten zwischen beiden Gesellschaften beigelegt. Im Zentrum standen Auseinandersetzungen rund um geistige Eigentumsrechte an COVID‑19‑Impfstofftechnologien.

CureVacs operative Tochtergesellschaft geht vollständig in BioNTech auf. Dazu gehört auch der Forschungs- und Produktionsstandort in Tübingen, der künftig in die BioNTech-Struktur integriert wird.

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Stärkeres Patent- und Entwicklungsportfolio

Durch die Transaktion entsteht ein europäischer Schwergewichtsanbieter im Bereich mRNA und genetischer Arzneimittel. BioNTech bündelt nun ein deutlich erweitertes Portfolio an Patenten und sonstigem geistigen Eigentum im Bereich Boten-RNA.

Besonders relevant ist die Integration der CureVac-Projekte und -Rechte in der Onkologie. BioNTech stärkt damit seine Entwicklungspipeline im Krebsbereich und schaltet zugleich einen wichtigen rechtlichen Konkurrenten bei Impfstoffpatenten aus. Das unmittelbare Ergebnis ist ein umfassendes mRNA‑IP‑Paket unter dem Dach von BioNTech.

Marktreaktion und Einordnung

An den Märkten wird der Abschluss der Übernahme als wichtiger Strukturpunkt für die mRNA‑Forschung und -Entwicklung gewertet. Die unmittelbare Reaktion der Investoren fällt laut Marktbeobachtern zurückhaltend aus und spiegelt eine allgemein vorsichtigere Einschätzung der Biotech-Branche im Umfeld nach der Pandemie wider, weniger die isolierte Bewertung dieses einzelnen Deals.


Die wichtigsten Eckpunkte des Deals

  • Abschluss der Transaktion: 6. Januar 2026
  • Käufer: BioNTech SE
  • Zielgesellschaft: CureVac N.V.
  • Volumen: Rund 1,25 Milliarden US‑Dollar, vollständig aktienbasiert
  • Strategische Effekte:
  • Bündelung eines großen mRNA‑Patentportfolios
  • Beendigung laufender Patentstreitigkeiten
  • Stärkung der Entwicklungsprojekte, insbesondere in der Onkologie

Mit der Integration von CureVac und dem Standort Tübingen setzt BioNTech seinen Fokus klar auf ein breiteres mRNA‑Fundament und ein ausgebautes Entwicklungsportfolio, das künftig die Basis weiterer Projekte in Impfstoff- und Krebsforschung bilden soll.

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