Das Börsenkapitel des Tübinger mRNA-Pioniers ist offiziell Geschichte. Nach der vollständigen Übernahme durch BioNTech ist die CureVac-Aktie endgültig von den Handelsplätzen verschwunden. Doch für ehemalige Aktionäre ist der heutige Dienstag noch einmal von entscheidender Bedeutung: Wer kein Geld verschenken will, muss jetzt bezüglich der Quellensteuer aktiv werden.

Letzte Chance für Steuererstattung

Für Ex-Aktionäre besteht heute akuter Handlungsbedarf. Anleger, die nicht in den Niederlanden ansässig sind und eine gesetzliche Abfindung erhalten haben, können eine Rückerstattung der niederländischen Dividendenquellensteuer beantragen. Diese Frist endet am heutigen 27. Januar 2026.

Der formale Steuersatz liegt bei 15 Prozent, wobei durch die Struktur des Deals effektiv nur 3,01 Prozent angesetzt wurden. Anträge auf Rückerstattung müssen per E-Mail an die von BioNTech benannte Adresse gesendet werden. Wer diese Möglichkeit verstreichen lässt, verzichtet auf potenzielle Rückzahlungen aus der Transaktion.

Chronologie des Abschieds

Das Ende der Eigenständigkeit vollzog sich in schnellen Schritten. Bereits am 6. Januar 2026 wurde der Handel ausgesetzt, nachdem BioNTech die Neuorganisation nach dem Angebot abgeschlossen hatte. Das offizielle Delisting von der Nasdaq wurde am 16. Januar wirksam. Der letzte notierte Kurs lag bei rund 4,66 Dollar.

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Die rechtliche Nachfolgeeinheit, CureVac Merger B.V., ersetzt nun die ehemalige SE-Struktur und bereitet die Abmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC vor, um sämtliche Berichtspflichten zu beenden.

Details zur Übernahme

BioNTech ließ sich die Integration der mRNA-Technologie rund 1,25 Milliarden Dollar kosten. Die Transaktion wurde als reiner Aktientausch abgewickelt: Für jede CureVac-Aktie erhielten Investoren 0,05363 BioNTech-Papiere (ADS). Auch Minderheitsaktionäre, die ihre Anteile nicht aktiv angedient hatten, wurden zu diesen Konditionen automatisch umgestellt.

Mit der Übernahme wandert das gesamte Forschungsportfolio nach Mainz. Dazu gehören klinische Phase-1-Programme in der Onkologie, Technologien zur mRNA-Formulierung sowie die Produktionskapazitäten in Tübingen. Das Management wurde bereits neu besetzt und in die BioNTech-Strukturen eingegliedert.

Ausblick: BioNTech übernimmt das Ruder

Für ehemalige CureVac-Investoren hängt die künftige Rendite nun vollständig an der Entwicklung von BioNTech. Die Akquisition soll vor allem die Onkologie-Strategie der Mainzer stärken. Konkrete Einblicke in den Fortschritt der Integration werden Ende Februar erwartet, wenn BioNTech die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegt.

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