CureVac Aktie: Zukunftsperspektiven analysiert
CureVac ist nicht mehr als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen präsent. Nach dem Abschluss der Übernahme durch BioNTech und der anschließenden Reorganisation wurde die Aktie Mitte Januar von der Nasdaq genommen. Für ehemalige Aktionäre rückt nun vor allem eine Frist beim Thema Quellensteuer in den Vordergrund.
Übernahme und Delisting im Überblick
BioNTech hatte sein Umtauschangebot für CureVac am 18. Dezember 2025 abgeschlossen. Insgesamt wurden 195.341.219 CureVac-Aktien angedient. Das entsprach rund 86,75 % der ausgegebenen und ausstehenden Papiere.
Am 6. Januar 2026 wurde die nachgelagerte Reorganisation vollzogen. Im Rahmen dieser Struktur übernahm BioNTech sämtliche operativen Aktivitäten von CureVac. Rechtlicher Nachfolger ist nun CureVac Merger B.V., das an die Stelle der bisherigen CureVac SE tritt.
Wesentliche Eckdaten der Transaktion:
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- Dezember 2025: BioNTech meldet Abschluss des Umtauschangebots
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- Januar 2026: Post-Offer-Reorganisation abgeschlossen, Handel ausgesetzt
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- Januar 2026: Delisting von der Nasdaq wird wirksam
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- Januar 2026: Frist für Anträge auf Quellensteuer-Erstattung
Mit dem Delisting endet die Börsennotiz von CureVac an der Nasdaq Global Market. CureVac Merger B.V. beabsichtigt, bei der US-Börsenaufsicht SEC ein Form 15 einzureichen, um die Registrierung zu beenden und die Berichtspflichten auszusetzen. Die Deregistrierung soll 90 Tage nach Einreichung wirksam werden.
Quellensteuer: Wichtige Frist für ehemalige Aktionäre
Anleger, die das Umtauschangebot nicht angenommen haben, erhielten eine gesetzliche Abfindung, auf die niederländische Quellensteuer anfiel. BioNTech zufolge beträgt der gesetzliche Quellensteuersatz 15 %. Aufgrund der steuerlichen Anerkennung von Kapitalbestandteilen innerhalb der Transaktionsstruktur lag der effektiv angewendete Satz jedoch bei 3,01 %.
Wer eine Erstattung dieser Quellensteuer anstrebt, muss seinen Antrag bis zum 27. Januar 2026 per E-Mail an curevac-withholdingtax@biontech.com richten. Diese Frist ist nach Angaben von BioNTech auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens hinterlegt.
Strategische Gründe für die Übernahme
Mit der Übernahme bündelt BioNTech zwei deutsche Pioniere der mRNA-Technologie. In der Mitteilung vom 18. Dezember 2025 hebt BioNTech hervor, dass CureVacs Know-how in mRNA-Design, Formulierungen und Herstellung die eigenen Fähigkeiten ergänzt.
Die Transaktion ist eng mit BioNTechs Onkologie-Strategie verknüpft, die auf mRNA-basierte Krebsimmuntherapien zielt. CureVac brachte mehrere Programme im klinischen Stadium ein, darunter Phase‑1‑Studien im Onkologiebereich, die nun in die breitere Pipeline von BioNTech integriert werden.
Veränderungen im Management
Nach Vollzug der Übernahme traten die bisherigen Mitglieder des Vorstands von CureVac freiwillig zurück. Laut BioNTech bilden nun Prof. Ugur Sahin, M.D., Sierk Poetting, Ph.D., und Ramón Zapata-Gomez den Vorstand der CureVac SE.
Konsequenzen für frühere CureVac-Aktionäre
Mit dem Delisting endet für Investoren die Möglichkeit, CureVac eigenständig an der Nasdaq zu handeln. Für ehemalige Aktionäre, die BioNTech-Aktien im Rahmen des Umtauschangebots erhalten haben, spiegelt sich ein möglicher künftiger Wertzuwachs aus der CureVac-mRNA-Plattform ausschließlich in der finanziellen Entwicklung und im Aktienkurs von BioNTech wider.
Kurzfristig ist für frühere CureVac-Anteilseigner vor allem der 27. Januar 2026 entscheidend: Bis dahin müssen Anträge auf Erstattung der niederländischen Quellensteuer eingereicht sein, um mögliche Ansprüche aus der Transaktion nicht zu verlieren.
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