Es ist soweit: Die CureVac-Aktie ist Geschichte. Nach der Übernahme durch BioNTech und dem nun vollzogenen Delisting von der Nasdaq wurde der Handel mit den Papieren endgültig eingestellt. Für Anleger markiert dies den unwiderruflichen Abschluss der volatilen Reise des Tübinger mRNA-Pioniers als eigenständiges Börsenunternehmen.

Der formale Rückzug von der US-Technologiebörse wurde am 16. Januar 2026 wirksam. Vorausgegangen war der Abschluss der Reorganisation am 6. Januar, durch den das Mainzer Biotech-Unternehmen zum alleinigen Eigentümer aller Geschäftsaktivitäten von CureVac aufstieg. Im Rahmen des Umtauschangebots wurden rund 86,75 Prozent der ausstehenden Aktien angedient, wodurch BioNTech die volle Kontrolle übernahm.

Automatische Umwandlung läuft

Die Transaktion, die ein Gesamtvolumen von rund 1,25 Milliarden US-Dollar umfasste, bewertete CureVac zum Zeitpunkt der Ankündigung mit einem impliziten Wert von 5,46 US-Dollar pro Aktie. Das festgelegte Umtauschverhältnis betrug 0,05363 BioNTech-ADRs je CureVac-Anteil. Der letzte offizielle Schlusskurs vor dem Delisting lag bei 4,66 US-Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei CureVac?

Wer die Papiere zuletzt noch im Depot hatte, muss nicht aktiv werden. Depotbanken wickeln derzeit die automatische Zwangsumwandlung (Squeeze-out) der verbliebenen Minderheitsanteile in BioNTech-Aktien ab. Anleger, die das ursprüngliche Angebot nicht annahmen, erhalten dabei dieselbe Gegenleistung. Allerdings fällt hierbei eine niederländische Dividendenquellensteuer an, was zu einer effektiven Steuerbelastung von 3,01 Prozent auf den Umtauschwert führt. Anträge auf mögliche Rückerstattungen für nicht in den Niederlanden ansässige Personen mussten bis zum 27. Januar 2026 gestellt werden.

Integration und Rückblick

Mit der Übernahme wandern geistiges Eigentum, die Produktionsstätten in Tübingen und die gesamte Forschungsexpertise unter das Dach von BioNTech. Strategisch löst dieser Schritt nicht nur die langwierigen Patentstreitigkeiten um mRNA-Grundlagen, sondern soll vor allem die Entwicklung der Onkologie-Pipeline beschleunigen und Produktionskapazitäten bündeln.

Der Börsenabschied beendet eine Phase extremer Kursschwankungen. Vom Allzeithoch bei 136,27 US-Dollar im Dezember 2020, getrieben von der Pandemie-Euphorie, ging es nach dem Scheitern des ersten Covid-Vakzins stetig bergab. Trotz einer Erholung von über 32 Prozent im Jahr 2025 konnte der Kurs nie wieder an alte Höhen anknüpfen.

Der Erfolg der Tübinger Technologie wird künftig ausschließlich am operativen Geschäft und Kursverlauf der Muttergesellschaft BioNTech gemessen. Konkrete Details zum Fortschritt der Integration werden bereits Ende Februar 2026 erwartet, wenn BioNTech die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegt.

CureVac-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CureVac-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:

Die neusten CureVac-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CureVac-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CureVac: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...