Covestro Aktie: Warten auf das Ende
Die Börsennotierung von Covestro neigt sich unwiderruflich dem Ende zu. Seit der neue Mehrheitseigentümer XRG das sogenannte Squeeze-Out-Verfahren eingeleitet hat, gleicht der Chartverlauf einer Nulllinie. Für die verbliebenen Anleger sind operative Nachrichten mittlerweile zweitrangig – es zählt nur noch die Höhe der finalen Barabfindung.
Die aktuelle Lage im Überblick:
- Verfahren: Squeeze-Out durch XRG (ehemals ADNOC) läuft seit dem 9. Januar 2026.
- Kursreaktion: Die Aktie klebt an der Marke von rund 60 Euro.
- Fokus: Klassische Fundamentaldaten sind für die Bewertung irrelevant geworden.
Abkopplung vom Marktgeschehen
Klassische Bewertungskennziffern wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Dividendenhoffnungen spielen für die Covestro-Aktie keine Rolle mehr. Das Handelsgeschehen wird vollständig von der juristischen Abwicklung der Übernahme dominiert. XRG hält inzwischen genug Anteile, um die verbliebenen Minderheitsaktionäre gegen eine Entschädigung aus dem Unternehmen zu drängen.
Dies erklärt die aktuelle Erstarrung des Kurses. Mit 60,56 Euro bewegt sich das Papier kaum noch und orientiert sich strikt am Übernahmepreis. Der rechnerische Rückgang von 8,24 Prozent seit Jahresanfang ist folglich kein Zeichen einer plötzlichen Geschäftskrise, sondern die technische Anpassung an das fixierte Preisniveau der Übernahmeofferte.
Der Fahrplan bis zum Delisting
Für Aktionäre, die das Papier noch im Depot haben, ist der weitere Weg klar vorgezeichnet. Überraschungen sind kaum zu erwarten, mit Ausnahme der exakten Bewertung:
- Festlegung der Abfindung: Die Bestimmung der genauen Barabfindungshöhe ist der einzige verbliebene Faktor, der den Kurs noch minimal bewegen könnte.
- Beschlussfassung: Eine außerordentliche Hauptversammlung muss den Squeeze-Out formal absegnen.
- Börsenaus: Mit der Eintragung ins Handelsregister endet die Notierung der Covestro-Aktie endgültig.
Operatives Geschäft läuft weiter
Während die Börsenlichter ausgehen, wird im operativen Geschäft weiter gearbeitet. Ein aktuelles Beispiel ist der Baubeginn einer industriellen Wärmebatterie am Standort Brunsbüttel. Das Projekt unterstreicht, dass die Strategie zur Dekarbonisierung auch unter der Ägide von XRG fortgesetzt wird. Wenn die Anlage Ende 2026 in Betrieb geht, wird dies jedoch bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Für Investoren ist die Zeit der aktiven Spekulation damit vorbei. Der Fokus liegt nun ausschließlich auf der Bekanntgabe der angemessenen Barabfindung, die den finalen Schlusspunkt unter die Börsengeschichte von Covestro setzen wird.
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