Innovation in Brunsbüttel, Stagnation auf dem Parkett: Während der Werkstoffhersteller mit einem zukunftsweisenden Energieprojekt Schlagzeilen macht, bleibt der Aktienkurs wie eingefroren. Operative Fortschritte verpuffen an der Börse wirkungslos, denn das Schicksal der Covestro-Aktie wird längst nicht mehr durch Geschäftsberichte bestimmt, sondern durch ein juristisches Verfahren.

Die Faktenlage im Überblick:
* Projektstart: Bau einer industriellen Wärme-Batterie ("Rondo Heat Battery") in Brunsbüttel begonnen.
* Ziel: Einsparung von jährlich 13.000 Tonnen CO2 und Deckung von 10 % des Dampfbedarfs.
* Börsenlage: Der Kurs verharrt bei 60,64 Euro (+0,13 % heute), da der Squeeze-out das Geschehen diktiert.

Grüne Strategie trifft auf Börsen-Realität

Covestro treibt den Umbau hin zur Klimaneutralität voran. Mit dem gestern erfolgten Spatenstich für eine neuartige Wärme-Batterie am Standort Brunsbüttel setzt das Unternehmen ein technologisches Ausrufezeichen. Die Anlage, die in Kooperation mit dem US-Partner Rondo Energy entsteht, wandelt überschüssigen erneuerbaren Strom in Hochtemperatur-Dampf um.

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Das Signal an den Markt ist eindeutig: Der neue Eigentümer, die ADNOC-Tochter XRG P.J.S.C., unterstützt offenbar den Investitionskurs in grüne Technologien. Doch für Anleger spielt diese operative Weichenstellung keine Rolle mehr. Die Aktie notiert mit einem marginalen Plus von 0,13 % bei 60,64 Euro und zeigt damit keine nennenswerte Reaktion auf die Unternehmensnews.

Warum operative Meldungen verpuffen

Die fehlende Kursdynamik ist der Sondersituation geschuldet. Seit XRG P.J.S.C. über 95 % der Anteile kontrolliert und am 9. Januar das Verfahren zum Squeeze-out eingeleitet hat, hat sich der Titel von den fundamentalen Daten abgekoppelt. Ob Covestro nun effizienter produziert oder neue Märkte erschließt, ist für den verbliebenen Streubesitz irrelevant.

Der Kursverlauf gleicht einer Nulllinie. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt lediglich -1,20 %, was die geringe Volatilität der letzten Wochen unterstreicht. Marktteilnehmer warten ausschließlich auf die Barabfindung. Der aktuelle Kurs bewegt sich leicht unter dem ursprünglichen Übernahmeangebot von 62,00 Euro, was typisch für die Phase vor der endgültigen Festsetzung der Abfindungshöhe ist.

Blick auf den Kalender

Für Investoren, die die Aktie noch im Depot haben, sind operative Kennzahlen wie die für den 5. Mai erwarteten Quartalszahlen nur noch Randnotizen. Der Fokus liegt vollständig auf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. April 2026. Dort soll der formal notwendige Beschluss zur Übertragung der verbliebenen Minderheitsanteile gefasst werden. Bis zur Bekanntgabe der finalen, gutachterlich geprüften Barabfindung dürfte die Aktie in ihrer aktuellen, engen Handelsspanne verharren.

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