Covestro Aktie: Wärmebatterie nimmt Fahrt auf
Während die Chemiebranche nervös auf mögliche US-Zölle blickt, setzt Covestro auf konkrete Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Am Montag fiel der Startschuss für ein innovatives Energieprojekt in Brunsbüttel – ein wichtiger Baustein zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
100 Megawattstunden für mehr Resilienz
Gemeinsam mit dem Partner Rondo Energy begann Covestro den Bau einer industriellen Wärmebatterie am schleswig-holsteinischen Standort. Die Anlage wandelt Strom aus erneuerbaren Quellen in kontinuierliche Hochtemperaturwärme um – ein kritischer Faktor für chemische Prozesse, die rund um die Uhr laufen.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Speicherkapazität von 100 Megawattstunden
- Deckung von rund 10 Prozent des gesamten Dampfbedarfs in Brunsbüttel
- Inbetriebnahme geplant für Ende 2026
- Investitionsvolumen: 75 Millionen Euro
- Unterstützung durch Breakthrough Energy Catalyst und die Europäische Investitionsbank
Für die operative Seite bedeutet das: weniger Abhängigkeit von volatilen Gaspreisen, stabilere Kostenstruktur. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage ein handfester Vorteil.
Neue Führung seit Dezember im Amt
Auf Governance-Ebene hat sich bereits Ende 2025 eine wichtige Weichenstellung vollzogen. Rainer Seele übernahm am 20. Dezember den Vorsitz des Aufsichtsrats, nachdem er zwei Tage zuvor gewählt worden war. Der Manager vertritt als Präsident für das Chemiegeschäft bei ADNOC XRG die neue Eigentümerstruktur. Seine Berufung gilt als Schritt zur Integration nach der Übernahme.
China bleibt stabil
Trotz der Handelsspannungen zwischen den USA und China zeigt sich Covestro im Reich der Mitte gut aufgestellt. Mitte Januar erhielt der Konzern zum achten Mal in Folge die Auszeichnung als „Top Employer China". Das signalisiert: Der wichtigste Chemiemarkt der Welt bleibt für Covestro operativ zugänglich.
Zollrisiko ab Februar
Ab dem 1. Februar drohen US-Zölle von zunächst 10 Prozent auf europäische Importe – mit möglicher Erhöhung auf 25 Prozent. Für exportorientierte Chemiekonzerne bedeutet das Margendruck. Die Strategie, Produktion lokal zu binden und Betriebskosten durch Projekte wie die Wärmebatterie zu senken, gewinnt damit zusätzlich an Bedeutung.
Das Projekt in Brunsbüttel zeigt: Covestro arbeitet seine Agenda ab. Ende 2026 wird sich zeigen, ob die Wärmebatterie die erhofften Kostenvorteile liefert – und ob sie ausreicht, um handelspolitische Risiken auszugleichen.
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