Commerzbank Aktie: UniCredit bessert nach
Der Übernahmekampf um das Frankfurter Geldhaus geht in die nächste Runde. Nachdem das erste Angebot aus Mailand in der Mainmetropole auf wenig Gegenliebe stieß, rüstet die UniCredit offenbar auf. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Italiener den Widerstand nun mit einer deutlichen Bargeld-Komponente brechen wollen.
Die ursprüngliche Offerte vom 16. März basierte auf einem reinen Aktientausch. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnte diesen Vorstoß rasch ab, da er den Anteilseignern praktisch keine Prämie bot. Diese Skepsis spiegelt sich auch am Markt wider. Der Kurs gab in den vergangenen sieben Tagen um 6,71 Prozent nach und schloss am Freitag bei lediglich 30,17 Euro. Um die Aktionäre sowie die kritische Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz umzustimmen, evaluiert das Management in Mailand nun lukrativere Alternativen.
Drei Modelle für die Nachbesserung
Laut Informationen der italienischen Tageszeitung Il Messaggero liegen derzeit drei konkrete Optionen auf dem Tisch, um die Attraktivität der Übernahme zu steigern:
- Modell 1: Erhöhung des Umtauschverhältnisses auf 0,50 bis 0,52 UniCredit-Aktien ergänzt durch einen Baranteil von 20 bis 30 Prozent.
- Modell 2: Ein massiver Baranteil von 40 bis 50 Prozent, was die implizite Prämie auf bis zu 20 Prozent über den aktuellen Marktwert heben würde.
- Modell 3: Ein Wahlrecht für Aktionäre mit einer garantierten Mindestprämie von 15 Prozent.
Die Abkehr vom reinen Aktientausch markiert einen strategischen Wendepunkt in den Bemühungen der Italiener. Während die bisherige Tausch-Idee vor allem die Kapitalquote der UniCredit schonen sollte, verlagert eine Barzahlung das Risiko. Aktionäre erhalten dadurch mehr Transaktionssicherheit und machen sich unabhängiger von den Kursschwankungen der italienischen Papiere.
In den kommenden Tagen entscheidet sich, ob die UniCredit diese spekulierten Nachbesserungen in ein offizielles Angebot gießt. Eine formelle Bestätigung der Cash-Komponente würde den Druck auf das Frankfurter Management erheblich steigern, konkrete Fusionsverhandlungen aufzunehmen. Spätestens im Mai benötigt die UniCredit zudem auf einer außerordentlichen Hauptversammlung das grüne Licht der eigenen Aktionäre für die zur Übernahme notwendige Kapitalerhöhung.
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