Commerzbank Aktie: Berlin bleibt hart
Das heutige Zusammentreffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom markiert einen entscheidenden Moment für die Commerzbank. Im Vorfeld der Konsultationen hat die Bundesregierung eine unmissverständliche Botschaft gesendet: Eine Übernahme durch die italienische UniCredit wird weiterhin abgelehnt. Diese politische Rückendeckung verschafft dem Management um CEO Bettina Orlopp den nötigen Raum, um die Eigenständigkeit der Bank zu sichern.
Die wichtigsten Fakten:
- Politisches Veto: Berlin favorisiert weiterhin die Unabhängigkeit der Bank.
- Hohe Bewertung: Der Kursanstieg von 93,61 % auf Jahressicht verteuert eine potenzielle Übernahme massiv.
- Analysten-Optimismus: Kursziele steigen auf bis zu 38 Euro.
Politische Brandmauer steht
Die klare Haltung des Finanzministeriums wirkt als stabilisierender Faktor. Marktbeobachter werten die Absage an die Expansionspläne der UniCredit als Chance für die Commerzbank, ihre Strategie "Commerzbank 2027" ohne externen Störfeuer voranzutreiben.
Interessanterweise fungiert der Aktienkurs selbst als effektivster Abwehrmechanismus. Da sich der Titel auf Jahressicht fast verdoppelt hat, verliert ein unfreundliches Übernahmeangebot für UniCredit-Chef Andrea Orcel zunehmend an finanzieller Attraktivität. Die hohe Bewertung wirkt wie eine natürliche Barriere gegen die Avancen aus Mailand.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Ungeachtet der politischen Ränkespiele überzeugt die operative Entwicklung die Experten. Mehrere große Analysehäuser haben ihre Kursziele für Januar 2026 nach oben korrigiert und verweisen auf ein verbessertes Marktumfeld für europäische Banken.
- Deutsche Bank Research zeigt sich besonders zuversichtlich und erhöhte das Kursziel von 37 auf 38 Euro ("Buy").
- RBC Capital passte die Bewertung auf 37 Euro an.
- JPMorgan sieht ein "perfektes Umfeld" durch die anziehende Konjunktur und hob das Ziel auf 36 Euro an.
Diese Anpassungen verdeutlichen, dass der Kapitalmarkt der Commerzbank auch als eigenständiges Institut weiteres Wachstum zutraut. Das operative Geschäft profitiert zudem von einem stabilen Zinsumfeld und dem anhaltenden Interesse US-amerikanischer Investoren am deutschen Mittelstand.
Aktuelle Kursentwicklung
Nach einer starken Rallye konsolidierte die Aktie zuletzt und schloss gestern bei 35,13 Euro. Der Rückgang von 15,51 % in den letzten 30 Tagen wird von Charttechnikern als gesunde Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend gewertet. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 41,58 Euro bietet nun wieder Spielraum bis zu den neuen Kurszielen der Analysten.
Die Kombination aus politischer Blockadehaltung gegen eine Übernahme und soliden fundamentalen Daten stützt den Kurs. Anleger können das Ergebnis des Gipfels in Rom mit einer gewissen Gelassenheit erwarten, da die Weichenstellung aus Berlin eindeutig auf Eigenständigkeit und organisches Wachstum ausgerichtet ist.
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