Deutsche Bank Research hebt das Kursziel für die Commerzbank auf 38 Euro an und bekräftigt die Kaufempfehlung – ausgerechnet in einem Moment, in dem Trump-Zölle die Aktie auf Jahrestiefs drücken. Die Frage ist nicht ob, sondern wann sich die fundamentale Stärke gegen die politische Nervosität durchsetzt.

Die wichtigsten Fakten:
- Deutsche Bank erhöht Kursziel von 37 auf 38 Euro
- Kaufempfehlung "Buy" bestätigt
- Aktie verlor am Montag 1,17% auf 34,54 Euro
- Aufwärtspotenzial von rund 10% zum neuen Kursziel
- Schwächster Wert im Euro Stoxx Banks Index seit Jahresbeginn

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Trump-Zölle belasten Bankensektor

Der Kursrutsch vom Montag hat wenig mit der Commerzbank selbst zu tun. US-Präsident Trump drohte am Wochenende mit Strafzöllen zwischen 10% und 25% auf Waren aus acht europäischen NATO-Staaten – ein diplomatischer Streit um Grönland als Auslöser. Der Euro Stoxx Banks Index gab daraufhin 1,2% nach, die Commerzbank mit ihrer starken Konjunkturabhängigkeit reagierte überproportional.

Im Intraday-Tief rutschte das Papier bis auf 33,96 Euro ab. Seit Jahresbeginn steht nun ein Minus von 6,0% zu Buche. Die Performance wirkt besonders schwach im Branchenvergleich – und genau darin sehen Analysten die Chance.

Warum Deutsche Bank optimistisch bleibt

Analyst Benjamin Goy hebt drei zentrale Argumente hervor: Die Bank dürfte ein starkes viertes Quartal 2025 abgeliefert haben. Der Zinsüberschuss für 2026 wurde in der Prognose nach oben geschraubt – ein direkter Hebel auf die Ertragskraft. Und die anhaltende Kapitalstärke lässt erwarten, dass die Gewinnausschüttungen weiter steigen.

Parallel zur Analysteneinschätzung platzierte die Commerzbank am Montag erfolgreich eine nachrangige Green-Anleihe über 500 Millionen Euro. Das Papier läuft bis 2038 und stärkt die Kapitalbasis unter ESG-Kriterien. Ein Zeichen operativer Handlungsfähigkeit trotz Marktturbulenzen.

Bewertungslücke wird größer

Mit dem aktuellen Kurs um 34,50 Euro und einem Kursziel von 38 Euro ergibt sich rechnerisch ein Potenzial von etwa 10%. Die Deutsche Bank betont, dass die Aktie im Branchenvergleich günstig bewertet sei. Für antizyklische Investoren könnte sich hier eine Einstiegschance auftun – vorausgesetzt, die geopolitischen Spannungen eskalieren nicht weiter.

Die technische Situation bleibt angespannt. Die Marke von 34 Euro muss verteidigt werden, um ein Abrutschen in Richtung der Jahrestiefs zu verhindern. Kurzfristig dominiert die Volatilität.

Q4-Zahlen als Wendepunkt

Am 11. Februar legt die Commerzbank ihre detaillierten Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Bestätigen sich die optimistischen Prognosen der Analysten, könnte dies den Impuls liefern, um die Korrektur zu beenden. Bis dahin warten die Märkte auf Signale vom EU-Sondergipfel zur Zoll-Thematik Ende der Woche.

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