Coinbase Aktie: Insider verkaufen, Banken kaufen
Bei Coinbase prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Während Großbanken wie Goldman Sachs das Unternehmen zum Kauf empfehlen und die Strategie zur „Everything Exchange“ loben, trennen sich Insider im großen Stil von ihren Anteilen. Anleger müssen nun abwägen: Zählt die langfristige Vision der Analysten oder wiegt die Skepsis der eigenen Führungskräfte schwerer?
Analysten sehen die "Everything Exchange"
Die Investmentbank Goldman Sachs sorgte am Mittwoch für Aufsehen, als sie die Bewertung für Coinbase von „Neutral“ auf „Buy“ anhob und das Kursziel auf 303 US-Dollar schraubte. Das entspricht einem Kurspotenzial von rund 23 Prozent. Die Analysten setzen dabei voll auf die Transformation der Krypto-Börse.
Coinbase entwickelt sich zunehmend über den reinen Krypto-Handel hinaus und erschließt neue Bereiche. Dazu gehören der Handel mit klassischen Aktien, Derivate und Prognosemärkte sowie abobasierte Infrastrukturdienste. Auch Rosenblatt Securities bestätigte diese optimistische Haltung am 7. Januar und behielt das Kursziel von 325 US-Dollar bei. Die Experten an der Wall Street spekulieren darauf, dass diese Diversifizierung die Einnahmen langfristig von den schwankenden Handelsvolumina des Krypto-Marktes entkoppeln wird.
Insider machen Kasse
Doch die Euphorie der Analysten wird durch Aktivitäten aus den eigenen Reihen gedämpft. Frederick Ernest Ehrsam III, Mitglied des Vorstands, verkaufte Anfang der Woche Aktienpakete zu einem Durchschnittskurs von rund 250 US-Dollar. Dies ist kein Einzelfall, sondern passt in ein größeres Muster: Seit Anfang November trennten sich Insider von Anteilen im Wert von insgesamt rund 113 Millionen US-Dollar.
Solche massiven Verkäufe durch Führungskräfte interpretieren Marktbeobachter oft als Hinweis darauf, dass das aktuelle Bewertungsniveau intern als attraktiv für Gewinnmitnahmen angesehen wird oder man sich vor potenziellen Marktrisiken absichern möchte.
Bitcoin und Regulierung als Zünglein an der Waage
Zusätzlich belastet das direkte Marktumfeld. Da der Bitcoin zuletzt unter die Marke von 92.000 US-Dollar rutschte, geriet auch die Coinbase-Aktie unter Druck und schloss gestern bei 245,93 US-Dollar. Das Sentiment der Privatanleger wirkt derzeit eher bremsend auf den Kurs.
Allerdings gibt es wichtigen Rückenwind von regulatorischer Seite: Der Indexanbieter MSCI entschied sich nach einer Konsultationsphase gegen einen generellen Ausschluss von Krypto-Unternehmen aus seinen Indizes. Dies ist eine entscheidende Nachricht für die Aktie, da so der Zugang zu geschätzten 15 Billionen US-Dollar an passivem Kapital erhalten bleibt und Zwangsverkäufe durch ETFs verhindert werden.
Herausforderungen im operativen Geschäft
Während die langfristige Infrastruktur-Wette läuft, muss das Unternehmen im Tagesgeschäft Hürden nehmen. In Argentinien wurden Währungsumwandlungen pausiert und lokale Bankverbindungen gekappt, was die operative Reibung in Schwellenländern verdeutlicht. Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe: Die Aktie ist gefangen zwischen den positiven Strukturdaten der Banken und dem Verkaufsdruck durch Insider sowie einen schwächelnden Gesamtmarkt. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob die neuen Geschäftszweige schnell genug wachsen, um die Abhängigkeit vom Bitcoin-Preis zu verringern.
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