Coinbase Aktie: Widersprüchliche Signale
Goldman Sachs stuft Coinbase auf "Buy" hoch und setzt das Kursziel bei 303 Dollar – einen Tag später senkt Rosenblatt sein Ziel deutlich von 470 auf 325 Dollar. Dazu kommt ein Angriff von über 200 US-Banken auf ein lukratives Geschäftsmodell der Krypto-Börse. Gleichzeitig fließen Hunderte Millionen in Bitcoin-ETFs, für die Coinbase als Verwahrer dient.
Goldman optimistisch, Rosenblatt skeptisch
Am 5. Januar stufte Goldman Sachs die Aktie auf "Buy" hoch. Die Analysten verweisen auf einen strukturellen Wandel: Coinbase generiere zunehmend stabile Infrastruktur-Erlöse, die weniger vom schwankenden Handelsvolumen abhängen. Das Kursziel liegt bei 303 Dollar.
Einen Tag später folgte die Gegenbewegung. Rosenblatt Securities senkte sein Kursziel von 470 auf 325 Dollar. Die Begründung: Nach einem starken dritten Quartal 2025 seien die Handelsvolumina deutlich eingebrochen. Trotz der Kürzung bleibt das Rating bei "Buy".
Der Konflikt ist offensichtlich. Goldman setzt auf langfristige Verwahrungsgebühren und Infrastruktur-Einnahmen, Rosenblatt warnt vor kurzfristigen Volumenproblemen im Kerngeschäft.
Bankenlobby fordert Regulierungseingriff
Am 6. Januar verschärfte sich die Lage durch einen regulatorischen Vorstoß. Der Community Bankers Council, der mehr als 200 Finanzinstitute vertritt, forderte den US-Senat auf, eine „Lücke" im geplanten GENIUS Act zu schließen.
Das Problem: Der Gesetzentwurf verbietet Stablecoin-Emittenten die Zahlung von Zinsen. Krypto-Börsen wie Coinbase bieten jedoch Belohnungen für das Halten von Stablecoins an – faktisch also Zinsen unter anderem Namen. Die Bankenlobby argumentiert, dies erlaube Krypto-Plattformen, als unregulierte Banken zu agieren und Milliarden an Einlagen aus dem traditionellen System abzuziehen.
Sollte der Kongress diesem Druck nachgeben, verlöre Coinbase ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung und Asset-Ansammlung.
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ETF-Zuflüsse erreichen Rekordniveau
Während die regulatorischen Wolken dunkler werden, zeigt sich auf der Produktseite ein starkes Signal. Am 6. Januar flossen allein 697 Millionen Dollar in US-Spot-Bitcoin-ETFs – der höchste Tageswert seit Oktober 2025. In den ersten beiden Handelstagen des Jahres waren es insgesamt 1,2 Milliarden Dollar.
Das wirkt sich direkt auf Coinbase aus:
- Die Börse verwahrt die Vermögenswerte für die Mehrheit dieser ETFs, darunter BlackRocks IBIT
- Allein IBIT zog am 6. Januar über 372 Millionen Dollar an
- Steigende Verwahrungsgebühren schaffen einen stabilen Einnahmenboden, unabhängig von Handelsschwankungen
Rückzug aus Argentinien
Operativ gibt es einen Rückschlag. Coinbase stellt zum 31. Januar den Handel von USDC-Stablecoins gegen argentinische Pesos ein. Krypto-zu-Krypto-Handel bleibt zwar möglich, doch der Rückzug aus einem Hochinflationsland deutet auf Hürden in der globalen Expansionsstrategie hin.
Q4-Zahlen stehen bevor
Die nächste Weichenstellung erfolgt mit den Quartalszahlen für Q4. Die Konsensschätzungen signalisieren einen Rückgang: Erwartet werden ein Gewinn je Aktie von 1,08 Dollar (minus 68 Prozent im Jahresvergleich) sowie Erlöse von 1,94 Milliarden Dollar (minus 14,6 Prozent). Bei einem Forward-KGV von rund 43 bleibt die Bewertung anspruchsvoll.
Die Aktie pendelt aktuell um die 250-Dollar-Marke und wartet auf einen klaren Katalysator: entweder die ETF-Dynamik setzt sich fort und stützt die Infrastruktur-These von Goldman, oder die Kombination aus sinkenden Handelsvolumina und regulatorischem Druck setzt sich durch.
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