Coinbase-Chef Brian Armstrong hat dem wichtigsten Krypto-Regulierungsgesetz in den USA überraschend die Unterstützung entzogen. Der „CLARITY Act" sei in seiner aktuellen Form „materiell schlechter als der Status quo", kritisierte Armstrong. Die geplante Abstimmung im Bankenausschuss des US-Senats wurde daraufhin auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Kursrückgang von 6,48 Prozent.

Warum Armstrong den Rückzieher macht

Der fast 300-seitige Gesetzesentwurf würde nach Ansicht des Coinbase-CEOs zentrale Geschäftsfelder der Plattform massiv einschränken. Konkret bemängelte Armstrong drei Punkte: Das Gesetz würde tokenisierte Aktien de facto verbieten, dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) stark einschränken und die für Coinbase wichtigen Belohnungen beim Halten von Stablecoins untersagen.

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Eine bemerkenswerte Kehrtwende, denn Coinbase hatte zuvor erheblich in Lobbyarbeit für klare Regulierungsregeln investiert und galt als einer der lautstärksten Befürworter. Der Stopp des Gesetzgebungsprozesses gilt als Rückschlag für die gesamte Krypto-Branche in den USA.

Insiderverkäufe sorgen für zusätzliche Unruhe

Parallel zur regulatorischen Unsicherheit wurden am Freitag Aktienverkäufe aus der Führungsetage bekannt. Finanzchefin Alesia Haas veräußerte am 15. Januar 8.050 Aktien im Gesamtwert von rund 2,01 Millionen US-Dollar zu Preisen um 250 Dollar. Direktor Frederick Ernest Ehrsam III trennte sich am 14. und 15. Januar von Anteilen im Wert von über 1 Million Dollar.

Die Verkäufe erfolgten zwar im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne, können aber in einer ohnehin angespannten Marktsituation die Nervosität der Anleger verstärken.

Quartalszahlen im Fokus

Coinbase wird seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 12. Februar 2026 nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Für Investoren wird dieser Termin der nächste wichtige Gradmesser sein, wie sich das Geschäft im volatilen Marktumfeld entwickelt hat. Kurzfristig dürfte die Aktie stark auf Neuigkeiten aus Washington zur Krypto-Regulierung reagieren.

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