Coca-Cola hat die Pläne zum Verkauf der britischen Kaffee-Kette Costa Coffee vorerst auf Eis gelegt. Berichten zufolge scheiterte der Auktionsprozess an den zu niedrigen Geboten der Interessenten, die weit unter den Bewertungszielen des Konzerns lagen. Statt einen Verkauf weit unter Wert zu akzeptieren, behält der Getränkeriese die Sparte im eigenen Portfolio – doch die Frage nach der zukünftigen Strategie für das Sorgenkind bleibt offen.

Bewertungslücke stoppt den Deal

Hintergrund der Entscheidung ist das scheinbare Desinteresse potenzieller Käufer, die geforderten Preise zu zahlen. Verhandlungen mit Private-Equity-Größen wie TDR Capital, Bain Capital sowie Apollo und KKR wurden beendet, da die Angebote die strategische Bewertung des Unternehmens nicht widerspiegelten.

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Die Zahlen verdeutlichen das Dilemma: Coca-Cola hatte Costa Coffee im Jahr 2018 für 5,1 Milliarden Dollar gekauft. Für den aktuellen Verkaufsprozess wurde laut Berichten lediglich ein Erlös von rund 2,5 Milliarden Dollar angepeilt. Dass die Bieter selbst diese deutlich reduzierte Summe nicht aufbringen wollten, zeigt die Skepsis gegenüber der Geschäftsentwicklung der Kette, die zuletzt einen operativen Verlust von 13,5 Millionen Pfund auswies. Indem das Management den Verkauf stoppt, vermeidet es die Realisierung eines massiven Buchverlusts.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des geplatzten Deals und der operativen Herausforderungen bei Costa reagiert der Markt gelassen. Die Aktie notiert aktuell bei 71,24 US-Dollar und damit in direkter Schlagdistanz zum kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch.

Die Analystengemeinde konzentriert sich weiterhin auf die Stärke des Kerngeschäfts. Die Experten von RBC Capital und der Bank of America bestätigten ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 78 beziehungsweise 85 US-Dollar. Die Entscheidung, Costa nicht zu "Schleuderpreisen" abzustoßen, wird von Marktbeobachtern überwiegend als Zeichen disziplinierter Kapitalallokation gewertet. Das solide Umsatzwachstum von 5,4 Prozent im dritten Quartal 2025 stützt dieses Vertrauen.

Blick auf die Quartalszahlen

Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die kommenden Finanzdaten. Coca-Cola wird am 10. Februar 2026 vor Börsenbeginn die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Besondere Aufmerksamkeit dürfte zudem der Auftritt des designierten CEO Henrique Braun auf der CAGNY-Konferenz am 17. Februar erhalten. Dort wird erwartet, dass er konkrete Pläne zur Restrukturierung oder Integration von Costa Coffee vorstellt.

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