Chevron Aktie: Trendwende erkennbar
Der Ölpreis explodiert, Analysten heben ihre Kursziele an – und gleichzeitig verkaufen Top-Manager Millionen. Chevron erreicht in dieser Woche Rekordkurse, doch die Gemengelage ist alles andere als eindeutig.
Ölpreisrally treibt die Aktie
Die Eskalation im Nahen Osten katapultiert die Ölpreise auf Rekordniveaus. West Texas Intermediate verzeichnete den stärksten Wochenanstieg in der Geschichte der Ölterminkontrakte – ein Plus von über 35 Prozent innerhalb weniger Tage. Iranische Angriffe auf Energieinfrastruktur am Golf ließen Brent zwischenzeitlich um 13 Prozent hochschnellen.
Für Chevron bedeutet das vor allem eines: deutlich höhere Margen in der Öl- und Gasförderung. Die Spanne zwischen Förderkosten und Verkaufserlös weitet sich massiv aus, besonders in den Kernregionen Permian-Becken, Kasachstan und östliches Mittelmeer. Die Aktie markierte am 2. März ein neues 52-Wochen-Hoch bei über 191 Dollar.
Bank of America hebt Kursziel auf 206 Dollar
Die Investmentbank Bank of America reagierte auf die veränderte Marktlage und erhöhte ihr Kursziel von 188 auf 206 Dollar. Die Einstufung bleibt bei "Buy". Analystin Jean Ann Salisbury argumentiert, der Markt unterschätze die Ertragskraft der Tochterunternehmen und die Dauerhaftigkeit des hohen Ölpreisniveaus.
Konkret verweist sie auf die geplante Inbetriebnahme einer erweiterten Cracker-Anlage bei CPChem noch in diesem Jahr. Diese Anlage könnte zusätzliche Cashflows generieren – ein Aspekt, den die Wall Street bislang kaum auf dem Schirm habe.
Operative Stärke trotz Leviathan-Problemen
Die operativen Zahlen des vierten Quartals 2025 untermauern die Robustheit des Geschäftsmodells. Der bereinigte Gewinn lag bei drei Milliarden Dollar, der freie Cashflow bei 4,2 Milliarden. Die weltweite Produktion stieg um zwölf Prozent, in den USA sogar um 16 Prozent. Im Permian-Becken erreichte Chevron erstmals eine Million Barrel Öläquivalent pro Tag.
Einen Dämpfer gab es allerdings beim Leviathan-Gasfeld vor Israel. Aus Sicherheitsgründen musste die Produktion gestoppt werden, Chevron rief "höhere Gewalt" aus. Das Feld mit seinen 22,9 Billionen Kubikfuß Gasreserven ist ein wichtiger Baustein – aber eben auch abhängig von der geopolitischen Stabilität.
CEO verkauft für 51 Millionen Dollar
Am 2. März trennte sich CEO Michael Wirth von 272.624 Aktien zum Durchschnittspreis von 189,35 Dollar – Gesamtwert: knapp 52 Millionen Dollar. Nach der Transaktion hält er noch 31.266 Aktien, ein Rückgang um fast 90 Prozent. Auch Vizechef Mark A. Nelson verkaufte Anteile im Wert von 26 Millionen Dollar.
Die Verkäufe erfolgten nahe dem Rekordhoch und werfen die Frage auf, wie die Führungsebene die weiteren Aussichten einschätzt. Insider-Verkäufe sind nicht automatisch ein Warnsignal, aber die Dimension und das Timing sind bemerkenswert.
Dividende und Wachstumsausblick
Am 10. März zahlt Chevron eine um vier Prozent erhöhte Quartalsdividende von 1,78 Dollar je Aktie – das 39. Jahr in Folge mit einer Dividendenerhöhung. Das Unternehmen kann seine Ausschüttung auch dann bedienen, wenn der Ölpreis deutlich unter 50 Dollar je Barrel fällt.
Für die kommenden Monate stehen wichtige Weichenstellungen an: Die US-Kartellbehörde FTC entscheidet Mitte März über die Hess-Übernahme. Im zweiten Quartal soll das Tengiz-Projekt in Kasachstan erste Fördermengen liefern. Zudem verhandelt Chevron exklusiv über das irakische West-Qurna-2-Feld, das täglich 450.000 Barrel produziert. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 werden am 25. April veröffentlicht.
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