Die Cybersecurity-Aktie von Palo Alto Networks geriet heute unter Druck – trotz solider Quartalszahlen. Der Titel verlor nachbörslich rund 6,4 Prozent. Der Grund: Die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr enttäuschte die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Das Unternehmen aus Santa Clara legte für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Gewinn von 1,03 Dollar je Aktie vor. Analysten hatten im Schnitt mit 94 Cents gerechnet – die Marke wurde also übertroffen. Auch beim Umsatz gab es eine positive Überraschung: Mit 2,59 Milliarden Dollar lag man über der Konsensprognose von 2,58 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Erlös noch bei 2,25 Milliarden Dollar gelegen, was einem Wachstum von 15,1 Prozent entspricht.

Ausblick unter den Erwartungen

Doch die Freude über die Quartalszahlen währte nur kurz. Palo Alto Networks senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich ab. Statt der bisherigen Spanne von 3,80 bis 3,90 Dollar je Aktie rechnet das Management nun nur noch mit 3,65 bis 3,70 Dollar. Die Wall Street hatte mit 3,87 Dollar kalkuliert. Für das laufende dritte Quartal erwartet der Konzern einen Gewinn zwischen 78 und 80 Cents je Aktie – auch das liegt weit unter der Analystenschätzung von 92 Cents.

Die Umsatzprognose wurde hingegen angehoben: Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen nun 11,28 bis 11,31 Milliarden Dollar an, nach zuvor 10,50 bis 10,54 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal sollen rund 2,94 Milliarden Dollar erlöst werden. Die höheren Umsätze können offenbar nicht die schwächere Profitabilität kompensieren.

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Milliarden-Deal mit CyberArk belastet

Ein möglicher Grund für die gedämpfte Gewinnerwartung dürfte die kürzlich abgeschlossene Übernahme von CyberArk aus Israel sein. Palo Alto Networks zahlte für den Deal 25 Milliarden Dollar. Das Unternehmen plant zudem eine Zweitnotierung an der Börse in Tel Aviv. Solche Großakquisitionen belasten kurzfristig die Margen und könnten erklären, warum trotz steigender Erlöse der Gewinn je Aktie unter Druck gerät.

CEO Nikesh Arora zeigte sich dennoch optimistisch. Er verwies auf die anhaltende Nachfrage nach Plattformlösungen und die wachsende Bedeutung von KI-Sicherheit. Kunden wollten ihre Cybersecurity-Infrastruktur modernisieren – ein langfristiger Trend, von dem Palo Alto profitieren sollte. Für vorsichtige Anleger dürfte jedoch vorerst die schwache kurzfristige Gewinnentwicklung im Vordergrund stehen.

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