Century Aluminum setzt auf eine Doppelstrategie aus massiver heimischer Expansion und einer beschleunigten Erholung seiner internationalen Standorte. Mit dem Plan für die erste neue US-Aluminiumhütte seit rund 50 Jahren und einem deutlich vorgezogenen Neustart in Island untermauert das Unternehmen seine dominante Marktstellung. Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen, dass diese strategischen Weichenstellungen bereits eine solide finanzielle Basis finden.

US-Offensive und staatliche Rückendeckung

Ein zentraler Pfeiler für die künftige Entwicklung ist die Entscheidung des US-Supreme-Court zu den Handelszöllen. Century Aluminum, das fast 60 Prozent des primären Aluminiums in den USA verarbeitet, sieht sich durch die Beibehaltung der „Section 232“-Zölle in seiner Wachstumsstrategie bestätigt. Das Unternehmen investiert kräftig in den heimischen Markt: Am Standort Mt. Holly soll die Produktion bis zum zweiten Quartal 2026 um über 50.000 Tonnen steigen.

Noch ambitionierter ist das Joint Venture mit Emirates Global Aluminium in Oklahoma. Hier entsteht eine neue Schmelzhütte, die die nationale Produktionskapazität verdoppeln soll. Welchen Einfluss hat diese Neuausrichtung auf die langfristige Kapazität? Durch das Projekt werden nicht nur über 1.000 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, sondern Century Aluminum sichert sich auch eine technologische Vorreiterrolle in der US-Industrie.

Erholung in Island und solide Finanzen

Parallel zu den Neubauprojekten vermeldet das Unternehmen deutliche Fortschritte am isländischen Standort Grundartangi. Nach einem elektrischen Defekt im Oktober 2025, der die Kapazität massiv einschränkte, verläuft die Instandsetzung schneller als erwartet. Der Betrieb soll bereits Ende April 2026 wieder aufgenommen werden – rund sechs Monate früher als ursprünglich geplant. Die volle Auslastung wird für Ende Juli 2026 angestrebt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Century Aluminum?

Diese operativen Erfolge spiegeln sich in einer starken Bilanz für das Jahr 2025 wider. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) kletterte im Gesamtjahr auf 425,1 Millionen US-Dollar, was fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (244,2 Millionen US-Dollar) bedeutet. Zusätzlich stärkte der Verkauf des Standorts Hawesville für 200 Millionen US-Dollar an TeraWulf die Liquidität. Das Areal wird künftig als Campus für Rechenzentren genutzt, wobei Century Aluminum eine Minderheitsbeteiligung von 6,8 Prozent behält.

Ausblick auf 2026

Die Aktie profitierte zuletzt deutlich von dieser Nachrichtenlage und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von 15,69 Prozent, womit sie bei 44,98 Euro nur noch hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.

Für das erste Quartal 2026 prognostiziert das Management ein bereinigtes EBITDA zwischen 215 und 235 Millionen US-Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Absatzvolumen von 630.000 Tonnen Aluminium, während die geplanten Investitionsausgaben (CapEx) zwischen 115 und 125 Millionen US-Dollar liegen sollen. Damit bleibt der Fokus klar auf dem Ausbau der Produktionskapazitäten bei gleichzeitiger finanzieller Disziplin.

Century Aluminum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Century Aluminum-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Century Aluminum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Century Aluminum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Century Aluminum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...