Die Aktie von Contemporary Amperex Technology (CATL) gerät heute deutlich unter Druck. Auslöser ist eine unerwartete Änderung der chinesischen Exportsteuerpolitik, die die Margen des Batterieherstellers belastet. Der Kurs gab im Inlands­handel um knapp 5 % nach, während der Markt die neuen Rahmenbedingungen einpreist. Wie stark trifft die Reduzierung der Steuererstattung das Exportgeschäft von CATL?

Steuerpolitik als Belastungsfaktor

Chinas Finanzministerium hat eine Reduzierung der Exporterstattung für die Mehrwertsteuer angekündigt. Konkret sinkt der Rückerstattungssatz für Batterieprodukte für den Rest des Jahres 2026 von 9 % auf 6 %.

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Damit vollzieht Peking einen klaren Kurswechsel weg von den bislang großzügigen fiskalischen Anreizen für Exporte. Für CATL steigen faktisch die Exportkosten. Entweder der Konzern nimmt niedrigere Margen in Kauf oder er erhöht die Preise für Auslandskunden – beides wird von Anlegern kritisch bewertet.

Wesentliche Belastungspunkte aus Marktsicht:

  • Margendruck: Die Kürzung um drei Prozentpunkte reduziert direkt die Profitabilität der Exportvolumina.
  • Absehbares Auslaufen: Ab dem 1. Januar 2027 sollen die Rückerstattungen komplett entfallen, was strukturellen Gegenwind für das Subventionsmodell bedeutet.
  • Branchenweite Effekte: Während im Solarsektor die Erstattungen bereits zum 1. April vollständig gestrichen werden, erfolgt im Batteriebereich ein gestufter Übergang – allerdings nur mit begrenzter Entlastung.

Angebotsseite: Lithium in Yichun

Parallel zur Steueranpassung gibt es Entwicklungen auf der Rohstoffseite. Die Behörde für natürliche Ressourcen der Stadt Yichun, einem wichtigen Lithium-Standort, plant die Aufhebung von 27 Bergbaulizenzen zu Beginn dieses Jahres. Das steht im Kontext früherer Förderstopps an CATLs eigener Jianxiawo-Lithium-Mine.

Grundsätzlich kann ein restriktiveres Angebot höhere Lithiumpreise stützen. Kurzfristig dominiert aus Sicht der Investoren jedoch der regulatorische Druck auf die Exportwirtschaft von CATL.

Expansion im Nahen Osten

Trotz der Kursverluste setzt der Konzern seine internationale Expansion fort. Die Tochtergesellschaft NING Service hat am Wochenende in Riad (Saudi-Arabien) ihr bislang größtes New-Energy-Aftermarket-Experience-Center im Nahen Osten eröffnet.

Das Zentrum deckt sieben große Produktkategorien ab, unter anderem für Pkw und Nutzfahrzeuge, und soll den Aufbau eines Service-Ökosystems jenseits der reinen Produktion unterstützen. An der Börse wird dieser strategische Schritt heute jedoch von den kurzfristig belastenden Steuerentscheidungen überlagert.

Aktuelle Markteinordnung

Die Aktie befindet sich in einer klaren Korrekturphase, da der Markt die veränderte fiskalische Umgebung einpreist. Der Rückgang um rund 5 % spiegelt die unmittelbaren Sorgen um die künftige Ertragskraft im Exportgeschäft wider.

Mit der schrittweisen Kürzung bis zum vollständigen Wegfall der Rückerstattungen dürfte der Wettbewerb im internationalen Batteriemarkt neu justiert werden. Entscheidend wird sein, in welchem Umfang CATL seine Preis- und Margenstruktur anpassen kann, um die geringere staatliche Unterstützung im Exportsegment auszugleichen.

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